Allgemeinbildende höhere Schulen (AHS)
Nach 4 Jahren Volksschule beginnt die erste Auslese an Österreichs Schulen. „Stimmt“ die Leistung, kommt der Besuch einer Allgemein bildenden höheren Schule (AHS-Unterstufe) in Betracht. Die AHS-Unterstufe umfasst – ebenso wie die Hauptschule – vier Schulstufen.
- Aufnahmevoraussetzungen
- Beschreibung der AHS
- AHS-Grundtypen und Sonderformen
- AHS-Unterstufe - und dann?
Aufnahmevoraussetzungen
Über ein positives Zeugnis der 4. Klasse Volksschule hinaus muss in Deutsch, Mathe und Lesen mindestens ein „Gut“ erreicht worden sein. Bei einem „Befriedigend“ kann die Klassenkonferenz (die Lehrer) die AHS-Reife feststellen. Ansonsten ist eine Aufnahmsprüfung abzulegen (geprüft werden die Lehrplaninhalte der Volksschule in den jeweiligen Gegenständen, wo eine schlechtere Note als „Gut“ im Zeugnis der 4. Klasse Volksschule erreicht wurde).
Bei AHS mit sportlichem bzw. musischem Schwerpunkt: Ablegung einer Eignungsprüfung.
Eine Aufnahmegarantie besteht selbst bei Erfüllung der formellen Kriterien nicht. Maßgeblich sind Aufnahmekapazität und Reihungskriterien (z.B. bisheriger Lernerfolg, Länge des Schulwegs, bereits Geschwister in der Aufnahmeschule,...). Die Entscheidung über eine Aufnahme trifft die Schulleitung.
Fristen für Aufnahme- bzw. Eignungsprüfungen
Die Fristen werden vom jeweiligen Landesschulrat festgesetzt. Die Frist endet am zweiten Freitag nach den Semesterferien. Bei einigen Schulen sind Voranmeldungen möglich.
zum Seitenanfang Charakteristika Schultyp AHS:- Die Ziele der AHS sind: Vermittlung einer vertieften Allgemeinbildung, Selbstständigkeit der Schüler/-innen, Perspektive ist das Erreichen der Studienreife (=Matura)
- Die AHS-Unterstufe ist für die leistungsstärkeren Schüler/-innen eines Altersjahrgangs konzipiert. Es gibt quasi nur eine, die höchste Leistungsgruppe
- die Förderung der Stärken steht vor der Orientierung an den Schwächen
- Die Lehrpläne der AHS-Unterstufe sind mit jenen der ersten Leistungsgruppe der Hauptschule wortgleich. Es bestehen nur geringe Unterschiede: z.B. der Lateinunterricht ab der 3. Klasse Gymnasium. Unterschiede können sich aber auch aus AHS-Form (siehe unten), sowie aus Schulversuchen, schulautonomen Schwerpunkten oder Sonderformen ergeben
- Die AHS ist keine Pflichtschule: Das Kind muss nicht – auch wenn es die Voraussetzungen erfüllt - aufgenommen werden. Man kann sich allerdings bei jeder AHS anmelden (ohne Bindung an den Schulsprengel).
AHS-Grundtypen
In der 1. und 2. Klasse der AHS-Unterstufe unterscheiden sich die Formen noch nicht. Die Unterschiede werden erst ab der 3. Klasse wirksam, größere Abweichungen ergeben sich überhaupt erst in der Oberstufe.
AHS-Sonderformen
Die AHS-Grundtypen sind im Rahmen von Schulautonomie standortspezifisch gestaltbar. Weiters gibt es Schulversuche sowie besondere Schwerpunktsetzungen:
- AHS mit besonderer Berücksichtigung der musischen und sportlichen Ausbildung (hier gilt neben den allgemeinen Aufnahmevoraussetzungen auch noch das Erfordernis der musischen bzw. sportlichen Eignung)
- Einzelbeispiel Werkschulheim: AHS mit handwerklicher Ausbildung; Standort in Ebenau/Salzburg (Details gibt es beim Landesschulrat für Salzburg ...) Sonderformen können sich auch aus Schulversuchen ergeben: z.B. Gymnasien mit verstärktem Fremdsprachenunterricht (etwa das Europagymnasium, Linz International School Auhof usw.). Über schulversuchsweise geführte Sonderformen (z.B. Schwerpunkt Informatik, Naturwissenschaft, Leistungssport...) informiert der Schulservice des Landesschulrats für OÖ (www.lsr-ooe.gv.at).
Weitere Informationen
erhalten Sie beim Schulservice des Landesschulrates für Oberösterreich.
zum SeitenanfangAHS-Unterstufe - und dann?
- 4 Prozent sind Repetenten/-innen
- 1 Prozent besuchen eine Polytechnische Schule
- 1 Prozent treten ins Berufsleben ein (ergreifen einen Lehrberuf und besuchen eine Berufsschule)
- 2 Prozent beginnen eine Fachschule (berufsbildende mittlere Schule)
- 30 Prozent beginnen eine berufsbildende höhere Schule (HAK, HTL, HBLA, …)
- 61 Prozent wechseln in eine AHS-Oberstufe
(Quelle: BIFIE)
Nach erfolgreichem Besuch der AHS-Unterstufe kann mit der AHS-Oberstufe (dauert in der Regel weitere 4 Jahre = der kürzeste Weg zur Matura) fortgesetzt oder in eine berufsbildende mittlere oder höhere Schule gewechselt werden (mit positivem Zeugnis der 4. Klasse grundsätzlich ohne Aufnahmsprüfung! – eine Eignungsprüfung kann es hingegen schon geben).
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Kontakt
AK Bildungsberatung
in Oberösterreich
Tel.: 050/6906-1601
bildungsinfo@akooe.at
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