AK-Kunstpreis geht an Wolfgang Bretter: 1500 Euro für Kunstprojekt im öffentlichen Raum

Bereits zum neunten Mal wurde heute an der Linzer Kunstuniversität der mit 1500 Euro dotierte Kunstpreis der AK Oberösterreich verliehen. Er geht heuer an Mag. Wolfgang Bretter für seine Diplomarbeit "Gefüllte Leere". Der AK-Kunstpreis soll Studierende der Linzer Kunstuniversität anregen, sich in ihren Diplomarbeiten künstlerisch mit den Arbeitswelten von heute und morgen auseinanderzusetzen.

AK-Vizepräsident Hans-Karl Schaller übergab heute den Kunstpreis 2009 an Mag. Wolfgang Bretter für seine Arbeit "Gefüllte Leere". Es handelte sich um ein begehbares Blasengebilde aus Kunststoff– so groß wie ein Gebäude, das einen neuen Raum im öffentlichen Raum bildete. Die Installation, die im Oktober 2008 am Pfarrplatz in Linz zu sehen war, hat viele Passanten angelockt und inspiriert.

Leben im Raum

"Meine Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Verhältnis des Menschen zum Raum, mit dem Verhältnis des Einzelnen zur Gesellschaft. Als Mensch leben wir im Raum und in einer vernetzten Struktur des Alltags. Arbeitswelt, Familie, Freizeit und andere Bereiche bilden Netzwerke oder Räume, in denen wir uns bewegen", beschreibt der Künstler die Hintergründe für diese Arbeit.

Der öffentliche Raum spielt – wie schon in vielen Arbeiten
Bretters zuvor – eine besondere Rolle: "Der öffentliche Raum muss Platz für Meinungsäußerung bieten. Ein vernünftiger Umgang mit dem öffentlichen Raum lässt eine temporäre Aneignung zu. Es ist nicht im Interesse einer demokratischen Gesellschaft, diese Aneignung zu blockieren oder zu unterbinden", so der Künstler Wolfgang Bretter.

Assoziationen zur Arbeitswelt

Die "Gefüllte Leere" des AK-Kunstpreisträgers 2009 weckt auch viele Assoziationen zur Arbeitswelt, befand Hans-Karl Schaller, Vizepräsident der AK Oberösterreich in seiner Laudatio: "Ist es etwa so, dass wir uns mit Arbeit zuschütten oder ständig meinen, es tun zu müssen? Oder muss erst die Leere da sein, damit sie neu gefüllt werden kann, damit Gedanken und neue Ideen geboren werden können, schließlich um uns herum plötzlich offenbar werden."

Ab Herbst in der AK zu sehen

Die sinnliche und spielerische Annäherung sowie die konsequente Umsetzung dieser komplexen Idee überzeugten die Jury schließlich in ihrer Entscheidung, Wolfgang Bretter den AK-Kunstpreis 2009 zuzuerkennen. Im Herbst sind Wolfgang Bretters Kunstwerke in der Arbeiterkammer Linz zu sehen.

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