Nicht gezahlt, Lohn gekürzt, Aufmüpfige gekündigt: AK und ÖGB bekämpften üble Praktiken der Firma Meisterbrezen

Mitarbeiter/-innen der Firma Meisterbrezen wurden gekündigt, weil sie nicht erhaltene Zahlungen – zu Recht – eingefordert haben. Zwei Beschäftigte verloren ihren Job, weil sie einen Betriebsrat gründen wollten. AK und ÖGB sind für sie vor Gericht gezogen. Mit Erfolg.

Die Firma Meisterbrezen in Altheim hatte ihren Beschäftigten weder Überstundenzuschläge noch Zulagen gezahlt. Dass das Unternehmen dann auch noch vertraglich vereinbarte Bonuszahlungen kürzte, brachte das Fass zum Überlaufen. Die Arbeitnehmer/-innen brachten mit Hilfe des ÖGB Schärding und der AK Braunau mehrere schriftliche Interventionen beim Arbeitgeber ein und wurden daraufhin gekündigt. Zwei Kollegen wollten die Gründung eines Betriebsrates initiieren, auch sie waren ihren Job los. Eine Frau wurde gekündigt, weil sich ihr Ehemann wegen des Lohnabzugs beschwert hatte.

AK und ÖGB sahen sich aufgrund dieser zahlreichen Motivkündigungen gezwungen, vor das Arbeits- und Sozialgericht zu ziehen. Dort wurde den Arbeitnehmern/-innen Recht gegeben. Nachdem eine Weiterbeschäftigung aufgrund des schlechten Klimas im Betrieb aber nicht infrage kam, einigte man sich in gerichtlichen Vergleichen auf Entschädigungszahlungen. Für vier Beschäftigte wurden in Summe 11.530 Euro erkämpft.

Eine Ende scheint nicht in Sicht: Derzeit führt die AK Ried zwei Verfahren gegen die Firma Meisterbrezen.

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