Au-Pair-Versicherungen: ab 535 Euro sind Sie dabei
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Die Arbeiterkammer hat neun Angebote für Au-Pair-Versicherungen verglichen. Ergebnis: Bei Leistungen und Prämien gibt es große Unterschiede. Das günstigste Angebot für ein Jahr bietet die Österreichische Ärzteflugambulanz zum Preis von 535 Euro. Für den persönlichen Bedarf lohnt sich ein Vergleich auf jeden Fall.
Versicherungsvergleich zum Download (pdf/24 kb)
Angefragt wurde der Versicherungsschutz für eine 19-jährige Studentin, die ein Jahr in den USA als Au-Pair-Mädchen arbeiten möchte. Alle angebotenen Produkte beinhalten medizinische Leistungen, insbesondere Krankenhauskosten, Kosten für ambulante Heilbehandlung, Heimtransport bei medizinischer Notwendigkeit sowie Krankentransport und Bergung bei Krankheit und/oder Unfall.
Die Prämien für den einjährigen Aufenthalt in den USA betragen zwischen 535 Euro bei der Österreichischen Ärzteflugambulanz (OAFA) und 1.030 Euro bei Mondial Assistance.
- Die Angebote von Care Consult, Mondial Assistance und OAFA beinhalten neben medizinischen Leistungen noch einen eingeschränkten Unfall- und Haftpflichtschutz.
- Der Unfallschutz der OAFA gilt erst ab einer Dauerinvalidität von 50 Prozent und ist auf Verkehrsunfälle (etwa den Flug) beschränkt. Er umfasst keine sonstigen Unfälle während des Auslandsaufenthaltes.
- Bei den beiden anderen Versicherern sind die Versicherungssummen für dauernde Invalidität (40.000 Euro bei der Mondial Assistance; 50.000 Euro bei der Care Consult, Leistung ab 20 Prozent Dauerinvalidität) eher gering.
- Die Haftpflichtversicherungen wiederum beinhalten entweder keinen Schutz der Tätigkeit als Au-Pair (Mondial Assistance und OAFA) oder keinen Schutz für Sachschäden (Care Consult). Auch die Versicherungssummen (zwischen 200.000 bis 400.000 Euro) erscheinen nicht ausreichend.
Unfall- und Haftpflichtschutz zusätzlich abschließen
Wer noch keine bestehende Unfallversicherung hat und einen umfassenden Schutz möchte, sollte daher bei allen erhobenen Angeboten den Abschluss einer (zusätzlichen) Unfallversicherung überlegen. Dasselbe gilt für die Haftpflichtversicherung. Die Tätigkeit als Au-Pair muss in der Regel zusätzlich versichert werden, da eine normale Privathaftpflichtversicherung dieses Risiko nicht enthält.
Maximale Versicherungsdauer
Auch hinsichtlich der maximalen Versicherungsdauer gibt es Unterschiede. Sie reicht von 11 Monaten (Generali) bis ein Jahr und kann bei einigen Anbietern verlängert werden.
Auf gesetzlichen Sozialversicherungsschutz achten
Zu beachten ist, dass die meisten Anbieter davon ausgehen beziehungsweise voraussetzen, dass während des Auslandsaufenthaltes eine aufrechte gesetzliche Sozialversicherung in Österreich besteht (Ausnahme: Donau /Wiener Städtische Versicherung).
Besteht keine gesetzliche Sozialversicherung in Österreich, so können einerseits Selbstbehalte anfallen oder es werden andererseits Leistungen nicht erbracht (etwa keine Heimholung, Entfall Krankenhauskostenersatz). Die Frage der Sozialversicherung sollte daher vor Abschluss einer solchen Auslandsversicherung unbedingt geklärt werden.
Für längere Auslandsaufenthalte ohne Sozialversicherung werden von einigen Versicherern eigene Tarife mit anderen Prämien angeboten (zum Beispiel Allianz Worldwide Care, Uniqa Expatriates Exclusive, Generali).
Wichtig im Schadensfall – Versicherung informieren!
Der vereinbarte Kostenersatz für den medizinischen gebotenen Heimtransport setzt bei allen Anbietern voraus, dass die Heimholung von der Versicherung oder einem bestimmten Unternehmen organisiert wird. Im Schadensfall ist daher unbedingt die Versicherung zu verständigen. Dies gilt auch bei Inanspruchnahme anderer medizinischer Leistungen (wie etwa Krankenhauskosten).
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