Autokauf im Internet: oft Abzocke und Betrug

Egal ob man einen Gebrauchtwagen im Internet kaufen oder das eigene alte Auto über das Netz verkaufen will: Vorsicht ist auf jeden Fall geboten. Oft sind Auto oder Geld weg, man bleibt auf den Kosten sitzen. Der Konsumentenschutz der AK hat für Sie einen Überblick über die häufigsten Fallen erstellt.

zum Seitenanfang

Der „Günstige aus England/Irland“

Wenn Sie auf ein auffällig günstiges Fahrzeugangebot (besonders beliebt sind schwarze Audi) im Internet stoßen oder ein in Englisch oder schlechtem Deutsch verfasstes E-Mail erhalten, sollten Sie aufpassen.

Oft werden Ihnen dabei angebliche "Schnäppchen" angeboten und behauptet, das linksgelenkte Auto wäre nach Verlust oder Wechsel des Arbeitsplatzes nach Großbritannien mitgenommen worden. Dort sei es allerdings unverkäuflich – man biete es daher nun sehr günstig an.

Wahr ist allerdings, dass
  • die Fotos dieser Fahrzeuge meist von fremden Anbietern stammen,
  • die Kopien der übermittelten Reisepässe gefälscht sind,
  • die angeblichen Treuhandkonstruktionen für die Bezahlung der Anzahlung wertlos sind.
zum Seitenanfang

Das „werbefinanzierte“ Auto

Es tauchen auch immer wieder Verkäufer von Neufahrzeugen auf, die besonders „günstige“ Autos anbieten, die sich durch aufgeklebte Werbung finanzieren. Unklar bleibt aber dabei meist, wer Eigentümer des Autos ist/wird und wer das Geld bekommt. Geht der Zahlungsempfänger in Konkurs (oft befindet sich der Firmensitz außerhalb der EU) droht Totalverlust (siehe Artikel Mietkauf-Angebote)

zum Seitenanfang

Der „klassische“ Scheckbetrug

Wenn Sie Ihr Auto auf einer Internetplattform inserieren, müssen Sie mit Anbietern rechnen die (meist in schlechtem Englisch oder Deutsch aus Übersetzungsprogrammen) einen sofortigen Kauf gegen Scheckübermittlung zusagen (auch hier wird meist mit gestohlenen oder gefälschten Reisepässen eine falsche Identität vorgespiegelt).

Wer diesen Scheck entgegennimmt und einlöst, muss mit folgendem Szenario rechnen:
  • Der Scheckbetrag ist auf einen höheren Wert als den Kaufpreis ausgestellt
  • die Differenz soll dem Transporteur für seine Kosten mitgegeben werden
  • Nach Ablauf von 2 oder 3 Wochen „platzt“ der Scheck und die einlösende Bank verrechnet diesen zurück
  • Damit haben Sie das Fahrzeug und Geld verloren
zum Seitenanfang

Die Filmproduktion

Unbedingt die Finger davon lassen sollten Sie: wenn der Kaufinteressent vorgibt, Ihr Auto für eine polnische Filmproduktion kaufen zu müssen, weil er sonst seinen Job verliere und dieser danach einen Dritten beauftragt, das Fahrzeug von Ihnen abzuholen.

zum Seitenanfang

Dubiose Vermittler

Häufig werden private Autoinserenten auch von Vermittlerfirmen telefonisch kontaktiert. Diese Vermittler behaupten, einen Käufer nennen zu können. Danach wird ein Vermittlungshonorar von rund 150 Euro verrechnet - ohne Beleg eines tatsächlichen Vermittlungsvertrages. Dem überraschten Konsumenten wird in Folge noch eine Stornoverrechnung von 3 Prozent der Verkaufssumme angedroht.

Auch bei Vertragsabschlüssen im Fernabsatz (etwa über Telefon oder Internet) besteht ein - allerdings eingeschränktes - Rücktrittsrecht (Musterbrief „Dubiose Fahrzeugvermittler“). Hat man schon bezahlt, kann die Durchsetzung dieses Rücktrittsrechts schwierig sein. Zumal von den Vermittlern oft nicht einmal Adressen bekannt sind.

  • Drucken Weiterleiten | Mehr

Anfrage zum Artikel

*
*
*
*
*
*
*
*
*

2 + 2 =
*

Anfrage zum Artikel



Danke - Ihre Anfrage wurde weitergeleitet.