Krise nicht den Arbeitnehmern/-innen aufbürden
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Kurzarbeit, steigende Arbeitslosigkeit - obwohl die Beschäftigten nicht schuld an der Wirtschaftskrise sind, besteht die Gefahr, dass sie die Krise am härtesten trifft. Betriebsräte/-innen haben hier als Ansprechpersonen in den Unternehmen eine wichtige Unterstützungsfunktion. Doch es ist auch für sie nicht immer leicht, mit dieser Situation umzugehen. Beim heutigen AK-ÖGB-Betriebsrätekongress sollen gemeinsam arbeitnehmerorientierte Lösungen erarbeitet werden.
Die rasch steigende Zahl von Kurzarbeitsanträgen - vor allem aber der Arbeitslosenzahlen – sprechen eine deutliche Sprache. Oberösterreich wird von der Wirtschaftskrise mehr getroffen als andere Regionen. Dementsprechend groß ist die Nachfrage nach der Veranstaltung „Kurzarbeit & Co“, die heute von 9 bis 13 Uhr in der Arbeiterkammer Linz stattfindet: 360 Betriebsräte/-innen aus Betrieben in ganz Oberösterreich haben sich dafür angemeldet.
Faire Abmachungen
Sie treten dafür ein, dass die Nachteile von Kurzarbeitsvereinbarungen nicht noch stärker auf die Arbeitnehmer/-innen abgewälzt werden. Die leisten ihren Beitrag ohnehin schon durch die Zustimmung zu verminderten Löhnen und Gehältern. Die Unternehmen müssen dafür aber auch ihre Verantwortung gegenüber den Beschäftigten wahrnehmen. Es braucht eine solidarische und gesellschaftlich verantwortungsvolle Wirtschaftsgesinnung. „Dazu gehören faire Abmachungen der Behaltefristen nach Ende der Kurzarbeitsphase. Schließlich sollen die Beschäftigten danach nicht doch noch ohne Arbeitsplatz dastehen“, so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.
Deshalb fordert die AK:
Die beschlossenen Konjunkturpakete der öffentlichen Hand müssen rasch umgesetzt und durch weitere Nachfrage stützende Maßnahmen ergänzt werden. Außerdem sollen die bestehenden Instrumente der Arbeitsmarktpolitik adaptiert und ergänzt werden (z.B. Kurzarbeit mit Weiterbildung von Beschäftigten kombinieren). In der Arbeitszeitpolitik sind neue Wege zu gehen (bezahlte Bildungsfreistellung für Arbeitnehmer/-innen, Verhandlungen über Modelle einer Arbeitszeitverkürzung). Fehlen dürfen auch nicht Maßnahmen, die verhindern, dass bestimmte Gruppen (Frauen, etc.) vom Arbeitsmarkt gedrängt werden.
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