Jugendnetzwerk Salzkammergut gibt Starthilfe beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt
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Kontinuität in der Betreuung, gemeinsame Betriebsbesichtigung, einzelne Schnuppertage, Dauerpraktika mit bis zu fünf Tagen in der Woche mit dem Ziel einer Übernahme in den Betrieb, individuelle Betreuung und die gemeinsame Arbeit in der Garten-, Küchen und Lernwerkstatt – offensichtlich ein Erfolgsrezept, wenn es darum geht, jungen Menschen den Weg in die Berufswelt zu erleichtern. 18 junge Burschen und Mädchen bereiten sich derzeit in der ZIB-Hagenmühle auf ihr zukünftiges Arbeitsleben vor.
Projeket Work4You
Work4You nennt sich das Projekt, mit dem im Zentrum für individuelle Berufsvorbereitung ZIB-Hagenmühle neue Wege zur Integration von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt beschritten werden. "Die Vermittlungsarbeit ist voll im Gange und nach dem Erfolg im Oktober sind derzeit drei Jungs in einem Dauerpraktikum", freut sich Walter Rechenmacher, Lehrer der Nikolaus Lenau Schule und ZIB-Hagenmühle-Projektleiter, der vor einigen Jahren die Idee hatte, Schule und Projekt an einem Standort zusammen zu bringen. "Die Erfahrung hat gezeigt, dass es Sinn macht, dass sich Bezugspersonen, die sie bereits kennen, auch nach Ende der Schulpflicht um diese jungen Menschen kümmern und damit Kontinuität in der Beziehungsarbeit, die gerade für diese Zielgruppe enorm wichtig ist, sicher zu stellen", betont Rechenmacher. Und mit der Verlegung einer Klasse der Nikolaus Lenau Schule ins ZIB-Hagenmühle im Herbst 2009 und dem Projekt „work4you“, das dort vom Bildungszentrum Salzkammergut auch angeboten wird, ist diese Vision Wirklichkeit geworden.
Zusagen für Lehrverträge
Beim angehenden jungen Metzger ist die Übernahme schon fix, der Lehrvertrag wird im Jänner unterschrieben. Ein zweiter Junge aus dem Salzkammergut hat bereits eine Zusage für einen Lehrvertrag ab März bei einem Dachdecker und der 16-jährige Wolfgang schnuppert derzeit einmal pro Woche in der hiesigen Brauerei Eggenberger. "Das ist echt toll in der Brauerei", ist er begeistert und hofft, dort demnächst auch einen fixen Arbeitsplatz zu bekommen. "Und die Unterstützung, die wir hier in der Hagenmühle von allen erhalten, ist cool," fügt er verschmitzt hinzu und spricht da seinen jungen Kolleginnen und Kollegen – an deren zustimmenden Nicken erkennbar – offensichtlich aus der Seele.
Das Konzept für die Zusammenarbeit von Schule und Projekt an einem Standort wurde vom Jugendnetzwerk Salzkammergut, das seit 2007 von der AK-Bezirksstelle Gmunden gemanagt wird, entwickelt. "Es richtet sich vor allem an Jugendliche, die nach der Schulpflicht keinen passenden Ausbildungs- oder Arbeitsplatz finden und besondere Unterstützung zur Weiterentwicklung ihrer sozialen und fachlichen Kompetenzen brauchen", erklärt AK-Bezirksstellenleiter Dr. Martin Kamrat.
Optimale Vorbereitung für die späteren Anforderungen der Arbeitswelt
Dass die Kombination aus intensiver individuelle Betreuung und gemeinsamen Arbeitens in den Werkstätten und an Aufgabenstellungen, die in Teams zu lösen sind, die optimale Vorbereitung für die späteren Anforderungen der Arbeitswelt sind, davon konnte sich auch der designierte Direktor der AKOÖ Dr. Josef Moser bei seiner Stippvisite im ZIB-Hagenmühle überzeugen. "Ich bin vor allem für diese jungen, motivierten Menschen hier sehr froh über diese gelungene Kooperation der regionalen Verantwortlichen, die wirklich vorbildhaft ist und wesentlich dazu beiträgt, dass solche konkreten Projekte auch Erfolg zeigen", sagt Moser. Eine aktuelle Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS), die im Auftrag der AKOÖ durchgeführt wurde, belege mit ganz aktuellen Zahlen und Beispielen, wie wichtig die Vernetzung gerade in Fragen der Jugendbeschäftigung ist, da es hier in Zukunft besonders viele Herausforderungen zu bewältigen gilt. Das Zusammenwirken der Akteurinnen und Akteure des Jugendnetzwerkes Salzkammergut, der Vertreter/-innen des Runden Tisches von Schule und Bildungszentrum Salzkammergut und der Menschen hier in der Gemeinde, die das alles aus besten Kräften unterstützen, sei wirklich ein Erfolgsrezept. "Ich würd mir wünschen", so Moser, "dass wir das Modell ZIB-Hagenmühle in Oberösterreich an vielen Orten umsetzen können, um gerade den jungen Menschen bestmöglich helfen zu können, die unsere gemeinsame Kraftanstrengung brauchen."
AK-Bezirksstellenleiter Dr. Martin Kamrat, der designierte AKOÖ-Direktor Dr. Josef Moser, Walter Rechenmacher, Projektleiter der ZIB-Hagenmühle und der Fachbetreuer der Gartenwerkstatt Günther Keller (von links) mit den beiden Jungs Wolfgang (links) und Manuel in der Holzwerkstätte beim Vorbereiten der Weihnachtskripperl-Schau in Hagenmühle.
(Foto: AK Oberösterreich)
Der 16-jährige Wolfgang zeigt dem designierten Direktor der AKOÖ Dr. Josef Moser bei dessen Besuch im ZIB-Hagenmühle, wie das Messer zum Holzschaben am effektivsten am Stamm angesetzt wird.
(Foto: AK Oberösterreich)
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KONTAKT
AK-Bezirksstelle Gmunden
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Leiter: Dr. Martin Kamrat LL.M. Adresse: Herakhstr. 15 b 4810 Gmunden Zur Anfahrtsskizze (Herold) Email: gmunden@akooe.at Telefon: 050/6906 - 4412 Fax: 050/6906 - 4499 |
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