Konsequenter AK-Einsatz wirkt, aber: Vollzeitarbeit im Bezirk Eferding für Eltern immer noch schwer
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Vor zwölf Jahren hat die Arbeiterkammer Oberösterreich den ersten Kinderbetreuungsatlas präsentiert. Seither ist das Angebot in den oberösterreichischen Gemeinden wesentlich besser geworden. Verbesserungen gab es auch im Bezirk Eferding. Betreuungsangebote, die tatsächlich eine Vollzeitbeschäftigung der Eltern ermöglichen, sind allerdings immer noch rar. In Eferding gibt es vier „1A-Gemeinden", um eine weniger als im Vorjahr. Bei den meisten Kriterien liegt Eferding aber über dem Landesschnitt.
- mindestens 45 Stunden wöchentliche Öffnungszeit, werktags Montag bis Freitag
- an vier Tagen pro Woche mindestens 9,5 Stunden geöffnet
- Angebot Mittagessen
- maximal fünf Wochen im Jahr geschlossen
Jene Gemeinden, die alle diese Voraussetzungen erfüllen, haben wir als „1A-Gemeinden“ besonders positiv hervorgehoben.
1A sind im Bezirk Eferding vier Gemeinden (Alkoven, Eferding, Hinzenbach und Pupping) bzw. 33,3 Prozent aller Gemeinden im Bezirk Eferding. Eferding liegt somit über dem Oberösterreich-Durchschnitt von 11,7 Prozent, hat aber gegenüber dem Vorjahr um eine 1A Gemeinde weniger.
Von den landesweit 66 Gemeinden, die ihre Angebotssituation seit dem Vorjahr verbessern konnten, fallen zwei auf den Bezirk Eferding. Gleichzeitig haben landesweit 44 Gemeinden, davon drei aus Eferding, ihr Angebot eingeschränkt.
In Haibach besteht nun die Möglichkeit, Kinder unter drei Jahren im Kindergarten mit betreuen zu lassen, und in Stroheim wurde ein Angebot zur Nachmittagsbetreuung von Volksschulkindern neu geschaffen. In Scharten und St. Marienkirchen gibt keine Mischgruppe für Kinder unter drei Jahren mehr. In Aschach haben sich die Öffnungszeiten verschlechtert und es gibt auch keine Nachmittagsbetreuung für Volksschulkinder mehr. In Scharten haben sich auch die jährlichen Schließzeiten verschlechtert.
Auch wenn der von der AK geforderte Gratiskindergarten und der Ausbau der Kindergärten tendenziell zu einer Verbesserung des Angebots für Eltern und Kinder geführt haben, ist die Situation in Eferding noch nicht ganz zufriedenstellend. Nur sieben der insgesamt 12 Gemeinden (58,3 Prozent) fallen in die zweitbeste Kategorie „A“ und haben sowohl ein Angebot für Unter-Dreijährige und Volksschulkinder als auch einen Kindergarten mit Mittagessen und Öffnungszeiten von mehr als acht Stunden täglich (OÖ: 44,6 Prozent).
In 25 Prozent der Eferdinger Gemeinden (OÖ 23,9 Prozent) gibt es kein Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren, in 16,7 Prozent keine Betreuung für Volksschulkinder (OÖ: 32,2 Prozent). 16,7 Prozent der Gemeinden bieten kein Mittagessen im Kindergarten (OÖ: 27,7 Prozent), und 16,7 Prozent haben Kindergärten, die weniger als acht Stunden täglich geöffnet sind (OÖ: 45,7 Prozent).
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bleibt also schwierig, trotz aller Verbesserungen. Damit Elternschaft, Förderung der Kinder und Beruf (auch Vollzeit!) vereinbar sind, bedarf es gut funktionierender, qualitätsvoller Kinderbetreuungseinrichtungen mit entsprechenden Öffnungszeiten.
Großen Nachholbedarf sieht AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer bei ganztägig geführten Schulen: „Wenn Unterricht, Förderung, Sport, Kreativität und Freizeit einander abwechseln, profitieren Kinder und Eltern davon. Nachhilfe wird überflüssig, nach der Schule sind keine Hausaufgaben mehr zu machen. So bleibt für die Eltern mehr Zeit, die sie mit ihren Kindern verbringen können.“
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