Goldmünzen und Barren als Krisenwährung

Das Vertrauen vieler Anleger in Wertpapiere ist durch die Turbulenzen an den Finanzmärkten nachhaltig beeinträchtigt. Die vielerorts propagierte Angst vor Geldentwertung ließ daher die Nachfrage nach Gold und damit den Preis des Edelmetalls stark steigen. Wenn sich dieser Trend aber nicht weiter fortsetzt oder sogar umkehrt, können empfindliche Verluste durch die Differenz von Kauf- und Verkaufskurs entstehen.

  • Gewinne durch Direktinvestment?
    Ein Direktinvestment in Münzen oder Barren ist eine Spekulation auf steigende Goldpreise. Da keine Zinsen gezahlt werden, kann ein Gewinn nur dann erzielt werden, wenn der Verkaufskurs über dem ursprünglichen Kaufkurs liegt. Der bisherige starke Anstieg des Goldpreises liegt zum einen an der starken Nachfrage, zum anderen an der Dollarschwäche. Ob sich der Anstieg im selben Ausmaß fortsetzt, ist ungewiss.
  • Verwahrungskosten
    Bei der Überlegung in Gold zu investieren dürfen die Kosten für eine sichere Verwahrung nicht außer Acht gelassen werden.
  • Spanne abhängig von Größe der Einheiten
    Berücksichtigen sollten Sie auch, dass die Spannen bei kleinen Einheiten wesentlich höher sind. Das bedeutet: Ein 1-Gramm-Barren Gold kostete am 2.12.2009 € 38,70. Der Verkaufskurs an diesem Tag betrug € 27,00. Der Verkaufskurs muss also um 43,33 % steigen, damit beim Verkauf dieses Barrens kein Verlust entsteht. Bei einem Barren mit einem Gewicht von 1000 Gramm beträgt diese Spanne nur mehr 2,08 %.
  • Kursunterschiede und Gebühren
    Es gibt keine einheitlichen Kurse. Jede Bank fixiert diese selbst und damit sind auch Kursunterschiede und/oder Gebühren zu beachten. Bei Bestellung großer Mengen von Goldmünzen oder Barren kann mit der Bank oft ein spezieller Kurs fixiert werden.
  • Umsatzsteuer
    Der Handel mit Goldmünzen und Barren ist umsatzsteuerfrei.
  • Ratenkauf - eine Alternative?
    Der von KB Edelmetall angebotene Ratenkauf von Gold ist keine Alternative zum Kauf bei Banken. Aufgrund hoher Einrichtungsgebühren und Kontoführungsgebühren, sowie größerer Spannen ist es kaum möglich, tatsächlich Erträge zu erwirtschaften. Die Aussage „Außer Spesen nichts gewesen“ trifft hier nach Meinung der AK-Experten voll zu.
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