Vernetzt im Einsatz für die Jugend im Bezirk

„Je besser die Rahmenbedingungen und Angebote am Übergang von der Schule in die Arbeitswelt vernetzt, koordiniert und aufeinander und vor allem auf die Bedürfnisse der Jugendlichen abgestimmt sind, umso besser können wir den Jugendlichen auf dem Weg dorthin helfen und sie genau dort fördern und unterstützen, wo sie es in der aktuellen Lebenssituation brauchen“, fasst AK-Bezirksstellenleiter Siegfried Wambacher die Ergebnisse der ersten Jugendnetzwerktagung in Ried zusammen.

Erfolgreicher Berufseinstieg enorm wichtig

Der erfolgreiche Einstieg in die Arbeitswelt ist oft ausschlaggebend für eine positive Berufsbiografie. Wie die Jugendlichen dabei am besten unterstützt werden können, zeigt auch eine aktuelle Studie des Instituts für höhere Studien (IHS), die im Auftrag der Arbeiterkammer durchgeführt wurde.

Je besser der Berufseinstieg gelingt, umso besser sind die Chancen, im späteren Berufsleben gut Fuß zu fassen und erfolgreich zu sein. Darüber waren sich alle einig, die am Netzwerktreffen zum Thema Jugendbeschäftigung in der AK-Bezirksstelle Ried teilnahmen. Bestärkt wurden sie dabei von den Ergebnissen der aktuellen Studie „Evaluierung von Beschäftigungsmaßnahmen für Jugendliche in Oberösterreich“, die das Institut für höhere Studien (IHS) im Auftrag der AKOÖ durchgeführt hat. „Vernetzung gewinnt in unserer globaler werdenden Welt zunehmend an Bedeutung“, betonte Studienautor Stefan Vogtenhuber.

Inividuelle Betreuung der Jugendlichen

Bestehende Defizite nach neun Schuljahren können nach Ansicht Vogtenhubers durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen nur sehr schwer kompensiert werden - und auch nur dann, wenn es ein ineinandergreifendes, abgestimmtes Angebot gibt. Folgende Punkte sollten beachtet werden:

  • präventive Maßnahmen in der Schule, beginnend bei frühkindlicher Erziehung
  • eine ganzheitliche Sichtweise und Einbeziehung von Familie, sozialem Umfeld und Peergroups
  • mehr Vernetzung der Angebote und Strukturen sowie Casemanagement.

Das bedeute eine ganz individuelle Betreuung jedes einzelnen Jugendlichen, zeigt sich Vogtenhuber überzeugt.

Vorbild Salzkammergut

Was das für die Region heißen könnte, diskutierten auf Einladung des Rieder AK-Bezirksstellenleiters Siegfried Wambacher Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen Jugendmaßnahmen, AMS, Bildungseinrichtungen und Schulen. „Ich bin überzeugt, dass wir noch effizienter arbeiten können, wenn wir uns in Zukunft auch regional noch besser vernetzen und gemeinsam an konkreten Fragestellungen zur Jugendbeschäftigung arbeiten“, sagt Wambacher.

Bestes Beispiel ist das Jugendnetzwerk Salzkammergut, in dem seit mehr als drei Jahren unterschiedlichste Arbeitsmarktakteure/-innen zusammenarbeiten und auch bereits gemeinsame Projekte entwickelt haben. „Im Projekt `work4you` haben wir ein österreichweit einzigartiges Angebot geschaffen, in dem Schule und Projekt für Schulabgänger/-innen an einem Standort zusammenarbeiten und damit Betreuungskontinuität für die Jugendlichen sicher stellen, die ohne Unterstützung keine Chance am Arbeitsmarkt haben“, zeigte Walter Rechenmacher, Lehrer der Nikolaus Lenau Schule und Projektleiter des schulischen Teils Möglichkeiten der Kooperation auf.

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