Linzer AK-Zentrale wieder in der Volksgartenstraße 40

Seit Dienstag, dem 9. Dezember, ist die Linzer Arbeiterkammer wieder in ihrem komplett umgebauten Haus in der Volksgartenstraße 40. Das Ausweichquartier in der Gruberstraße wurde geräumt. Mit dem Umbau wurden die räumlichen Voraussetzungen für die bestmögliche Service- und Beratungsqualität für die Mitglieder geschaffen.

Arbeitsplatz für 320 Mitarbeiter

Kernzonen des neuen Gebäudes sind das neue Beratungszentrum, in dem sämtliche Beratungsleistungen der AK zusammengefasst sind, weiters die 26 m hohe Halle im Zentrum des Gebäudes, die über dem sechsten Stockwerk von einem Glasdach überspannt wird sowie die moderne Kongress- und Veranstaltungszone im hinteren Teil des Gebäudes, mit mehreren Veranstaltungssälen und einem Bistro. Vom 1. bis zum 6. Stockwerk erhebt sich der Bürotrakt, der sich über die gesamte bebaute Fläche des Hauses erstreckt. 320 Mitarbeiter/-innen der AK und der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) haben im neuen Haus ihren Arbeitsplatz.

Modern und funktional

Nach fast 80 Jahren intensiver Nutzung war das AK-Gebäude, das aus den 20er-Jahren stammt, am Ende seines Lebenszyklus angelangt. Die Entscheidung zum Umbau fiel aus Kostengründen: Die dringend notwendigen Reparaturen, von der Dachsanierung bis hin zur kompletten Erneuerung der gesamten Gebäudetechnik (Sanitär, Heizung, Elektrik), in Kombination mit der mäßigen Funktionalität, machten einen Komplettumbau zur einzig sinnvollen und zukunftsweisenden Lösung.

Beratungen mussten zuvor in unterschiedlichen Gebäudeteilen angeboten werden, was weite Wege der Ratsuchenden notwendig machte und die Veranstaltungsräume entsprachen keineswegs mehr modernen Anforderungen. Beide Probleme wurden beseitigt: Sämtliche Beratungsangebote wurden in einem Gebäudeteil gleich hinter dem Haupteingang zusammengefasst. Die moderne Außengestaltung und die neue großzügige Kongress- und Veranstaltungszone ermöglichen es, die AK als starken Player im Linzer Stadtleben in einem dynamischen Umfeld (Wissensturm, Musiktheater, Energie-Tower) zu positionieren.

Denkmalgeschützter Altbau blieb erhalten

Der Umbau erfolgte nach einem Entwurf des Linzer Architekturbüros Riepl/Riepl, der 2006 aus einem Architekturwettbewerb siegreich hervorgegangen ist. Der denkmalgeschützte Altbau blieb erhalten. Der Rest des Gebäudes wurde abgerissen und neu errichtet. Gegenüber dem ursprünglichen Entwurf wurde der zweigeschossige Aufbau, der die gesamte bebaute Fläche umfasst, leicht rückversetzt.

Die gesamten Baukosten inklusive Möblierung betrugen 33,6 Millionen Euro. Damit wurde der Kostenvoranschlag eingehalten. 80 Prozent der Wertschöpfung blieben in Oberösterreich. Die gesamte Bauphase verlief unfallfrei.

Mengen und Maße:
  • 22.500 m3 Abbruchmasse
  • 910 t Baustahl, Spannstahl und Profilstahl
  • 3.700 m3 Beton
  • 9.500 m2 Schalungsfläche
  • 7.100 m2 Decken
  • 1000 m2 Bestandsputzfassade gemalt
  • 1.600 m2 Glasfassade (5. Obergeschoss und Innenhof)
  • 600 m2 Glasdach
  • 290 Kilometer Kabel

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