Arbeiterkammer trauert um Max Lotteraner - Ein Pionier der Öffentlichkeitsarbeit und der politischen Bildung ist tot
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Professor Ing. Max Lotteraner ist am Montag im 82. Lebensjahr gestorben. Die Arbeiterkammer Oberösterreich trauert um einen ehemaligen Mitarbeiter, der auf dem Gebiet der Kommunikation, der politischen Bildung und der Geschichte der Arbeiterbewegung echte Pionierarbeit geleistet hat. "Max Lotteraner war ein zielstrebiger Mensch mit festen Überzeugungen, dabei stets umgänglich und humorvoll. Wir werden ihn nie vergessen", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.
Max Lotteraner wurde am 11. März 1928 in Linz geboren. Nach der Hauptschule besuchte er die Staatliche Ingenieurschule mit Fachrichtung Elektrotechnik in Linz. Nachdem er im Krieg verwundet worden war, holte er 1947 die Matura nach und studierte sechs Semester an der Technischen Hochschule in Wien. Nach einem kurzen Intermezzo bei der Firma Sprecher & Schuh in Linz heuerte er 1953 bei der Arbeiterkammer Oberösterreich an, wo er rasch zum Leiter der Pressestelle avancierte.
1969 gründete er den AK-Report
In dieser Funktion leistete er Bahnbrechendes auf dem Gebiet der Öffentlichkeitsarbeit. 1969 gründete er den AK-Report – für die damalige Zeit ein durchaus riskantes Unternehmen, weil es noch keinerlei Erfahrungen gab. Die AK Oberösterreich war die erste Arbeiterkammer, die ein farbiges Magazin für ihre Mitglieder produzierte. Die anderen Arbeiterkammern haben zum Teil erst Jahrzehnte später nachgezogen.
Max Lotteraner schlug neue Töne in der Gewerkschaftspublizistik an, etablierte neue Methoden in der politischen Bildung auf Landes- und Bundesebene. Er holte die Internationale Tagung der Historiker der Arbeiterbewegung nach Linz, wirkte an der Gründung des BFI in Oberösterreich mit und schrieb gemeinsam mit Univ.-Prof. Rausch ein Standardwerk zur Geschichte der oberösterreichischen Arbeiterkammer.
1980 wurde ihm der Professorentitel verliehen, 1987 der Viktor-Adler-Staatspreis für Verdienste um die Geschichte der Arbeiterbewegung.
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