AK warnt vor teuren Teilzahlungsangeboten vor Weihnachten !

Jetzt kaufen und später in Raten zahlen: Teilzahlungsangebote haben gerade in der Vorweihnachtszeit Saison. Die Angebote klingen vielversprechend und sind verlockend.

Beispiele

Ein LCD-Flat-TV mit 107 cm Bildschirmdiagonale wird von einem Versandhaus bei Ratenzahlung um € 1.035,-- angeboten, das ist um € 235,- teurer als der Barpreis (€ 799,90)

Ein weiteres aktuelles "Weihnachtsangebot":
Eine High-End Stereo-Anlage (bestehend aus CD-Player, Vollverstärker und 2 Standlautsprecher) kostet bei Ratenzahlung € 4.670,-. Bei Barzahlung hätte der Konsument lediglich € 3.990 bezahlt, die Differenz beträgt € 680,-!

Zinssätze bis zu 20 Prozent

Eine Erhebung der Arbeiterkammer hat ergeben, dass bei Teilzahlungsangeboten Zinssätze bis zu 20 % verrechnet werden.

Zum Vergleich : Konsumkredite sind derzeit um durchschnittlich 9 % zu haben, bei Kontoüberziehungen betragen die Sollzinsen innerhalb des Überziehungsrahmens im Durchschnitt 10 %.

Vorsicht: hohe Mahnspesen und Bearbeitungsgebühren

Die exorbitant hohen Kreditzinssätze sind nicht das einzige Problem bei Teilzahlungsgeschäften. Erst recht schlimm wird es, wenn man einmal vergisst, zu zahlen oder das Konto nicht gedeckt ist. Die Ratengeschäfte werden meist von speziellen Banken durchgeführt, die in diesen Fällen sehr rigoros vorgehen und hohe Mahnspesen und Bearbeitungsgebühren verrechnen.
Dadurch werden diese vorweihnachtlichen Ratenkäufe häufig zu Schuldenspiralen. Durch Verzugszinsen, Mahnspesen und Betreibungskosten führen diese ursprünglichen Weihnachtsschnäppchen zu massiven monatlichen Rückzahlungsbelastungen.

Wir raten daher Konsumenten zu besonderer Vorsicht bei Ratenzahlungsangeboten.

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