Arbeiterkammer fordert rasche Umsetzung der Rezeptgebühr-Senkung bei Generika

AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer begrüßt die Vorschläge des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger zur Senkung der Rezeptgebühr bei Generika. Die Vorschläge sollten so rasch wie möglich umgesetzt werden, fordert die Arbeiterkammer Oberösterreich.

Generika sind wirkstoffgleiche Medikamente von jenen Originalpräparaten, deren Patentschutz abgelaufen ist. Obwohl österreichweit bereits mehr als zwei Drittel der neuzugelassenen Medikamente Generika sind, wird nur ein Viertel der Medikamente in Form von kostengünstigeren Generika verschrieben.

Mehr Generika verschrieben

Allein im Jahre 2007 machte die Steigerung der Medikamentenkosten bei der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse mehr als neun Prozent aus. "Die vermehrte Verschreibung von Generika würde aufgrund der niedrigeren Medikamentenkosten nicht nur den Krankenkassen, sondern in Verbindung mit einer niedrigeren Rezeptgebühr auch direkt den Patientinnen und Patienten zugute kommen", erklärt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Kalliauer verweist auch auf ein bereits erprobtes Pilotprojekt bei der Betriebskrankenkasse Mondi. Hier konnte durch die Herabsetzung der Rezeptgebühr um einen Euro der Generikaanteil in den ersten Monaten von 19 auf 25 Prozent erhöht werden.

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