Schulen für wirtschaftliche Berufe
Fachschulen
Hier ist zwischen 1 bis 2-jährigen Fachschulen (Haushaltungsschulen, Hauswirtschaftsschulen, Wirtschaftsfachschulen – meist als konfessionelle Privatschule geführt) und 3jährigen Fachschulen für wirtschaftliche Berufe zu unterscheiden. Erstere bieten im Gegensatz zu anderen BMS nur eine eingeschränkte Berufsausbildung (kein Berufsabschluss) und verfolgen kein einheitliches Berufsbild. Schwerpunkte liegen auf Hauswirtschaftslehre und sozialen Diensten.
Junge Menschen, die nach der 1 bis 2-jährige BMS keine weitere Ausbildung absolvieren, unterscheiden sich in ihrer weiteren Berufskarriere hingegen kaum von Personen ohne Berufsausbildung und müssen mit starken Einschränkungen der Berufschanchen rechnen. Traditionellen Rollenbildern folgend werden diese Schulen (nicht zuletzt eingedenk der tatsächlichen Berufsperspektiven) fast ausschließlich von Mädchen besucht.
3-jährige Fachschulen für Wirtschaftsberufe bieten eine vollwertige Berufsausbildung und befähigen für die Bereiche Wirtschaft und Verwaltung, Gastronomie und Tourismus.
Oft fungiert dieser Schultyp als Vorbereitung für eine weitere Ausbildung im Sozial- und Pflegebereich
Höhere Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe
Dieser im normalen Sprachgebrauch als HBLA bezeichnete Schultyp wird überdurchschnittlich häufig von Mädchen besucht (rund 90%), was mit der früheren Ausrichtung auf "wirtschaftliche Frauenberufe" zusammenhängt. Zum Lehrplan gehört das Erlernen von 2 lebenden Fremdsprachen, kaufmännisches und betriebswirtschaftliches Know-How, Tourismus und Gastronomie sowie zahlreiche Schwerpunkte, wie zum Beispiel „Ernährungs- und Betriebswirtschaft“, „Betriebsorganisation und Wirtschaftsleitung“, „Humanökologie“, „Gesundheit und Soziales“, „Kulturtouristik“ , „Umweltökonomie“, „Sozialverwaltung“, „Medieninformatik“, etc.
Zu beachten ist allerdings, dass durch die Schwerpunktsetzung im Rahmen der Schulautonomie (an HBLA) meistens keine entsprechende Berufsausbildung erworben wird und diese Schwerpunkte in der Regel auch nicht bei einer weiterführenden Ausbildung angerechnet werden. Die Schwerpunktsetzung dient vor allem der Profilschärfung der Standorte im Wettbewerb mit anderen und kann sich für SchülerInnen sogar zum Nachteil entwickeln, wenn sie zum Wechsel der Schule gezwungen sind. Dieser funktioniert nämlich nur dann reibungslos, wenn in eine Schule mit demselben Schwerpunkt gewechselt werden kann und genügend Schulplätze vorhanden sind.
Im Verlauf des Schulbesuchs ist ein Betriebspraktikum vorgesehen Pflichtpraktikum. Dieses wird meist in einem touristischen oder gastronomischen Betrieb im In- oder auch im Ausland absolviert.
Die Arbeitsmarktaussichten schwanken je nach gewählter Fachrichtung und nach Berufsfeld Berufsatlas. Häufig erfolgt der Einsatz jedoch im gastgewerblichen - kaufmännischen (hier ist jedoch eine starke Konkurrenz durch HAK - AbsolventInnen gegeben) Bereich.
Kontakt
AK Bildungsberatung
in Oberösterreich
Tel.: 050/6906-1601
bildungsinfo@akooe.at
...mehr





