Verteilung der Vermögen in Österreich – AK-Präsident Kalliauer fordert Vermögenssteuer auf hohe Privatvermögen
-
|
Mehr
Die AK OÖ hat die aktuellsten Daten zur Verteilung der Vermögen in Österreich ausgewertet. Allein das reichste Prozent hat mit mehr als einem Drittel des 1,3 Billionen Euro großen privaten Reichtums einen größeren Anteil als 90 Prozent der Bevölkerung. „Eine gerechte Steuer für die Vermögendsten brächte Milliarden für das Budget“ sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.
Das private Gesamtvermögen in Österreich wird auf mehr als 1300 Milliarden Euro geschätzt. Es besteht aus Immobilien (Häuser, Wohnungen und Grund), Geld- bzw. Finanzvermögen (Spareinlagen, Wertpapiere, Unternehmensbeteiligungen) und weiterem Sachvermögen (wie Kunstwerke etc.) und ist sehr ungleich verteilt.
Das reichste Prozent besitzt mehr als 90 Prozent der Bevölkerung zusammen
Allein das reichste Prozent hat mit knapp 34 Prozent einen größeren Anteil als 90 Prozent der Bevölkerung, die gemeinsam über weniger als ein Drittel verfügen. Den größten Vermögensbestandteil bilden private Immobilien, die laut Schätzung der Österreichischen Nationalbank rund 880 Milliarden Euro wert sind, wovon allein das reichste obere Fünftel (20 Prozent) über mehr als drei Viertel verfügt! 40 Prozent der Bevölkerung besitzen keinerlei Immobilien.
Ende 2010 betrug das offiziell erfasste private Brutto-Finanzvermögen (Sparbücher, Aktien, Fonds, Wertpapiere, Lebensversicherungen etc.) 460 Milliarden Euro. Davon besitzt allein das reichste Zehntel der Haushalte geschätzt mehr als die Hälfte (54 Prozent).
AK fordert Vermögensteuer auf große Privatvermögen
Aufgrund dieser massiven Vermögenskonzentration tritt die AK für die Einführung einer Vermögenssteuer auf große Privatvermögen ein. Neun von zehn Mitgliedern der AK OÖ (86 Prozent) unterstützen diese Forderung.
Einnahmen von drei Milliarden Euro realistisch
Nach Abzug laufender Kredite sollen je nach Modell Vermögensteile bis 700.000 Euro bzw. bis zu einer Million Euro steuerfrei bleiben (Freibetrag). Nur vom darüber liegenden Vermögen sollen Steuersätze von 0,5 bis 0,7 Prozent als Einstiegstarif, der schrittweise auf 1,5 Prozent ansteigt, angewandt werden. Ein Steuerertrag von rund drei Milliarden Euro ist realistisch.
Derzeit kommt der Löwenanteil aller Steuern von Löhnen und vom Konsum, während Vermögen fast unbesteuert ist. Von der neuen Vermögenssteuer wären aufgrund der hohen Freigrenze die weniger wohlhabenden rund 90 Prozent der österreichischen Familien gar nicht betroffen. „Millionäre und Milliardäre sollen endlich einen gerechten Vermögenssteuerbeitrag für die Finanzierung des Gemeinwohls leisten“, sagt AK-Präsident Kalliauer, der weitere unsoziale Sparmaßnahmen im Zuge von Budgetkürzungen vehement ablehnt.
Unterlagen zum Download
- AK-Broschüre:
"Verteilung der Vermögen in Österreich"
(enthält Statistiken und Graphiken zum Thema) - Pressekonferenz-Unterlage:
"Verteilung der Vermögen in Österreich - Vermögenssteuer ist eine ergiebige Einnahmequelle!"
Grafiken aus der Broschüre zum Download
Bei Verwendung der Grafiken bitte das Copyright AK Oberösterreich anführen
Mitglieder der AKOÖ: Hohe Zustimmung zu einer Steuer auf große Privatvermögen ab einer Million Euro
Verteilung des privaten Gesamtvermögens in der Bevölkerung
Verteilung des privaten Immoblienvermögens in der Bevölkerung
Anteile am Immoblienbesitz innerhalb der Immobilienbeisitzer/-innen
Höhe des privaten Immobilienvermögens pro Haushalt
Zusammensetzung des Geldvermögens privater Haushalte
Verteilung des privaten Brutto-Geldvermögens
Höhe des privaten Finanzvermögens pro Haushalt - brutto
Beteiligung an Unternehmen (GmbHs)
Verteilung des privaten Netto-Geldvermögens
Finanzvermögen der Euro-Millionäre in Österreich
Wer würde wie viel Vermögenssteuer zahlen: Beispiele mit unterschiedlicher Freibetragshöhe
Potenzielles Steueraufkommen
-
|
Mehr
Infobox
Downloads
- Daten & Fakten: Hohe Vermögen besteuern! (181 kb)
- Grafik: Privater Reichtum - öffentliche Armut! (pdf/184 kb)
Verwandte Artikel
Kontakt
Kontakt
AK Oberösterreich
4020, Volksgartenstr. 40
Tel.: 050/6906-0
info@akooe.at
mehr



