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Crossing Europe
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Crossing Europe Filmfestival Linz 2008
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Filmfestival Crossing Europe
Bereits zum 5. Mal ist die Arbeiterkammer OÖ. Partner beim Filmfestival Crossing Europe, das in den Programmkinos Moviemento und City Kino in Linz von 22. bis 27. Arpil 2008 stattfindet.
AK-Mitglieder erhalten bei allen Filmen von Crossing Europe eine Ermäßigung mit ihrer AK-Leistungskarte. |
Arbeitswelten: Die Macht des Schicksals
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Es scheint, als sei die (Physische) Arbeit, ihr Stellenwert als identitätsstiftendes Moment und gesellschaftsformenden Kraft, von der Gegenwart ins Feld des Mythos gewandert. Dadurch findet auch eine Verschiebung des Dokumentarfilms zur Erzählung statt. Es ist bezeichnend für den Film, dass er sich den Rändern der Gesellschaft, den marginalisierten Lebensweisen widmet, um doch von den herrschenden Verhältnissen zu sprechen.
Festung Europa, Fremdenfeindlichkeit, Rechtsradikale, Arbeitslosikeit. Es ist nicht immer ein angenehmes Bild, das die Reihe Arbeitswelten zeichnet: Zu Thomas Heises dreifachem Blick auf die ehemalige DDR gesellt sich mit Elke Hauchs "Karger" eine Ballade vom Alltag eines Stahlarbeiters und Nick Broomfield berichtet über das Leid von MigrantInnen in England. |
Ghosts - Nick Broomfield - UK 2006, 94 min, OmEU
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Nick Broomfields für Channel 4 produzierter Film ist ein für den Dokumentarfilmer ungewöhnliches Format: ein TV-Spielfilm, mit Anklängen an Dokudrama und Neorealismus im Zeitalter digitalen Videos. Ähnlichkeiten zu lebenden Personen und Ereignissen sind in dieser Dramatisierung des "Morecambe Bay Disaster" beabsichtigt: 21 illegale chinesische Migranten/-innen ertranken 2004 beim nächtlichen Muschelsammeln an der britischen
Atlantiküste. Broomfields Film entromantisiert das "moderne Nomadentum" der Arbeitsmigranten/-innen, und verleiht den derart elend umgekommenen "Unsichtbaren" tragische Würde.
Mittwoch, 23. April 2008, 16 Uhr: City-Kino 2, Graben 30, 4020 Linz
Samstag, 26. April 2008, 15.30 Uhr: City-Kino 1, Graben 30, 4020 Linz |
Karger - Elke Hauck - D 2007, 86 min, DfmEU
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In Riesa, Sachsen gedreht, mit Laien in den tragenden Rollen erzählt Karger in Form einer Ballade vom Alltag eines Stahlarbeiters zwischen Umstrukturierung, Scheidung und dem Beginn einer neuen Liebesbeziehung. Der Name des Protagonisten, "Karger" (wir erfahren nie den Vornamen) ist Chiffre für einen, der die übliche Psychologie des Sozialdramas verweigert, über weite Strecken des Films nur Wahrnehmung ist. Kneipe, Werk, Gerichtssaal, nächtliche Straßen: ein Leben, das noch nicht in der post-industriellen Gesellschaft angekommen ist, Unentschlossenheit als Haltung zwischen Widerstand und Fügung.
Donnerstag, 24. April 2008, 16 Uhr: City-Kino 2, Graben 30, 4020 Linz
Freitag, 25. April 2008, 18 Uhr: City-Kino 1, Graben 30, 4020 Linz |
Stau – jetzt geht's los - Thomas Heise - D 1992, 85 min, DfmEU
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Halle/Neustadt, ehemalige DDR , 1992: Thomas Heise dreht einen Film über rechtsradikale Jugendliche, zeigt sie beim Kuchenbacken und beim Stiefelputzen, im Zug und auf der Straße, mit den Eltern am Wohnzimmertisch und in der Disco. Die Eltern sind oft nicht einverstanden mit der neuen politischen Orientierung der Söhne und sitzen doch hilflos daneben, wenn diese ihre rechten Phrasen dreschen. STAU ist auch ein Film über die Elterngeneration, somit einer über das Leben in der DDR und über soziale Netze, die nicht mehr greifen und vielleicht auch nie wirklich gegriffen haben.
Material/Spuren - Thomas Heise - D 2008, 23 min, DF
Material / Spuren enthält disparate Teile von Geschichten von Vorgängen, die jede für sich genommen nichts miteinander zu tun haben, doch gemeinsam ein Bild der Zeitläufe geben. Beobachtungen von der Voraufführung eines Films in einem Kino. Das Kino wird überfallen, Steine fliegen durch die Fenster, fliegen wieder zurück, es gibt Verletzte. Auf der Leinwand läuft der Film. Überfall und Film enden gleichzeitig. Nur der Abspann ist noch zu sehen: Bis dahin noch immer stumme Zuschauer gehen jetzt lauthals gegen die Kamera vor. Es folgt eine Folterszene in einer Fabrikhalle. "Wir sind an unsern Kaukasus geschmiedet jeder, die Ader scheißen auf uns, ihr Kot ist unsre Nahrung", lautet später ein Satz in diesen Proben von Heiner Müllers Theaterstück Zement. Die Schauspieler kämpfen mit der Wirklichkeit. Die Geschichte wird wahr. Es geht ums Leben.
Mittwoch, 23. April 2008, 20.30 Uhr: Moviemento 2, Dametzstraße 30, 4020 Linz
Freitag, 25. April 2008, 13.30 Uhr: Moviemento 2, Dametzstraße 30, 4020 Linz |
Kinder. Wie die Zeit vergeht. Children. As time flies. - Thomas Heise - D 2007, 86 min, DfmEU
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Halle/Neustadt revisited: Zum dritten Mal nach STAU - Jetzt geht’s los (1992) und Neustadt (Stau - Der Stand der Dinge) (2000) begibt sich Thomas Heise nach Sachsen-Anhalt. Die Jugendlichen von einst sind erwachsen geworden, die Verhältnisse nicht besser. In kühlen, schwarzweißen Bildern führt uns Heise durch die (post)-industriellen Landschaften und Zeitschichten Ostdeutschlands und richtet den Blick auf Fragmente eines Familienlebens: Jeanette ist Busfahrerin geworden, die Kinder spielen Fußball oder Guerilla-Krieg in Abbruch-Häusern.
Mittwoch, 23. April 2008, 22.30 Uhr: Moviemento 2, Dametzstraße 30, 4020 Linz
Freitag, 25. April 2008, 16 Uhr: Moviemento 2, Dametzstraße 30, 4020 Linz |
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