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Crossing Europe
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Crossing Europe 2006 - Arbeitswelten: Firmenpolitik
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| "Firmenpolitik" ist der Titel des dritten "Arbeitswelten"-Specials von CROSSING EUROPE in Kooperation mit AK-Kultur. Das Programm bilden vier dokumentarische Filmarbeiten, die sich mit der Frage beschäftigen, welche (legalen) Handlungsspielräume die globalisierte Wirtschaft ihren Subjekten lässt, beziehungsweise inwiefern sich Unternehmen selbst als ethische Organisationen begreifen. Im Mittelpunkt stehen sowohl ökologische als auch geopolitische und arbeitsrechtliche Fragen: Was heißt, "anständig" zu handeln? Aber auch: Wann (und in welcher Form) ist Widerstand das angebrachte Mittel, Arbeitskämpfe in politische Arbeit zu verwandeln? |
- "A decent Factory"(Säädyllinnen Tehdas), FIN 2004, Regie: Thomas Balmès, 89 min
Ein Team des finnischen Elektronikkonzerns Nokia fährt nach China, um in einem Zulieferbetrieb die Arbeitsstandards zu überprüfen und Image schädigende Praktiken aufzuspüren. Thomas Balmès beobachtet das Bemühen des „Forschungsteams“, globale Wettbewerbswirtschaft mit europäischen ethnischen Standards zu vereinen: zu Tage treten überfüllte Quartiere, illegale Stundenlöhne und giftige Reinigungschemikalien in der Teeküche.
- "The North Star" (Kainuun Tähti) FIN 2004, Regie: Erkko Lyytinen, 58 min
Im finnischen Industrieort Vuolijoki stehen die Zeichen auf Krise. Die lokale Fertigungsfabrik des europäischen Eisenbahnwagon-Herstellers Talgo ist in Gefahr, geschlossen zu werden. Ein Großauftrag der staatlichen Eisenbahn könnte zum Rettungsanker werden, und so macht sich eine Delegation der Stadt mit einer gehörigen Portion Stoizismus auf den Weg, Lobbying für ihren Wirtschafts- und Lebensstandort zu betreiben.
- "Working class" (Työväenluokka) FIN 2005, Regie: Veikko Aaltonen, 98 min
Eine unaufgeregte Bestandaufnahme der finnischen Arbeiterklasse. In gelassenem, beobachtendem Gestus nähert sich Veikko Aaltonen den Tätigkeiten seiner Protagonisten in der Schwerindustrie und findet neben Bildern der Arbeit immer öfter solche von Kontrollräumen, Computermonitoren, Wartenden. Die Wertvorstellungen der Arbeiter scheinen nur noch in den Erzählungen aus alten Tagen durch.
- "Source" (Zdroj) FIN 2005, Regie: Martin Mareček, 75 min
Martin Marečeks grimmig-sarkastischer Film zeigt, wie politische Autokratie, multinationale Konzernpolitik und jahrzehntelanger Raubbau an der Natur die Region Baku an der Kaspischen See vergiftet haben: Die sozialen Milieus der Arbeiter und Kleinbauern sind zerstört, ihre Lebensgrundlage vernichtet. Ein Film, der für die Leidtragenden bewusst Stellung bezieht und auch in den Arbeitszimmern zweifelhafter Beamter unbequeme Fragen stellt.
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