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Crossing Europe
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Crossing Europe 2005 - Arbeitswelten: Unsichtbare Gegner
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| "Unsichtbare Gegner", das zweite "Arbeitswelten"-Special von Crossing Europe in Kooperation mit AK-Kultur, widmet sich jenem "leeren Zentrum", um das die öffentlichen Debatten (über Neoliberalismus, Globalisierung, Standortpolitik oder Arbeitszeitverlängerung) kreisen – der Frage, wie Wirtschaft "gemacht wird", welcher Ethos, welche Handlungsweisen und Haltungen jene Prozesse in Gang setzen und am Laufen halten. |
- "Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?", D/Ö 2004, Drehbuch: Gerhard Benedikt Friedl, 73 min
Streng konstruiert in Totalen, erzählt der Film eine etwas andere Wirtschaftsgeschichte Deutschlands. Zu sehen sind Aufnahmen von anonymen Orten der Arbeit, des Alltags und des unsichtbaren Kapitals: Fabriken, Werften, Straßen, öffentliche Plätze in unbenannten Städten. Auf der Tonspur dazu eine chronique scandaleuse, eine Erzählung von der wirtschaftlichen, personellen und kriminellen Verflechtungen des Großkapitals. Nur selten treffen sich Bild und Ton, meist überlässt Friedl sein Material dem Publikum zur freien Assoziation, man wählt aus und baut seine eigene Geschichte.
- "Nicht ohne Risiko", D 2004, Drehbuch: Harun Farocki, 52 min
Geldgeschäfte der neuesten Ökonomie: Eine Firma entwickelt eine bahnbrechende Technik und braucht, um in die Produktion gehen zu können, Kapital. Eine andere Firma verleiht Geld und verlangt zur Reduzierung ihres Risikos Firmenanteile und Einfluss. Internationales Transaktionsgeschehen. Es ist bei Farocki verdichtet auf reale Verhandlungen real existierende Firmenvertreter: Ein Büroraum, ein Tisch, 6 Teilnehmer, hin und her fliegende Argumente, Einschätzungen, Probier- und Verführungsgesten, Schachzüge.
- "Postadresse: 2640 Schlöglmühl", Ö 1990, Drehbuch: Ego Humer, 84 min
Die Fabrik, die die soziale Struktur der gesamten Ortschaft aufrechterhielt, wurde vor acht Jahre geschlossen. Die Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft haben sich längst aus dem Staub gemacht, man bekommt sie nicht zu Gesicht. Durch die Betriebsschließung verloren gegangen sind auch die Würde und der Stolz der Menschen. Geblieben sind die zunehmend verfallenden Wohnsiedlungen, Zorn und Melancholie: Zwischen den Interviews tastet die Kamera immer wieder die Mauern der Häuser und Fabrikshallen ab, als gelte es, die Artefakte einer aussterbenden Spezies festzuhalten.
- "Weltmarktführer", D 2004, Drehbuch: Klaus Stern, 94 min
Klaus Sterns Film porträtiert den deutschen Technologieunternehmer Tan Siekmann, dessen Schicksal an der Börse beispielhaft für das Platzen der "Dotcom-Blase" Anfang des 21 Jahrhunderts war. Angesichts frustierter Mitarbeiter und rechtlicher Streitigkeiten mit ehemaligen Partnern gelingt der "Reboot" des Unternehmens "Biodata" weniger heroisch, als es sich Siekmann vorstellt. Die fetten Jahren scheinen (auch im Rückblick auf die Neunziger) tatsächlich vorbei zu sein.
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