 |
|
 |
 |
 |
|
|
Crossing Europe
|
|
|
 |
Crossing Europe 2004 - Arbeitswelten: Schöne neue Arbeitswelt?
|
| "Schöne neue Arbeitswelt", das "Arbeitswelten"-Special von Crossing Europe in Kooperation mit AK-Kultur beschäftigt sich mit der Darstellung zeitgenössischer Arbeitsverhältnisse im Film. |
- Dunkler Lippenstift macht seriöser, D 2003, Drehbuch: Katrin Rothe, 58 Min
Zwei junge moderne Frauen werden beim normalen Bewerbungswahnsinn begleitet. Die eine möchte in einer Marketingabteilung eines großen Konzerns arbeiten und die andere träumt von einer Beschäftigung in einer Agentur als Modedesignerin. Die eine bekommt ein schlecht bezahltes Praktikum, die andere geht ohne Erfolg von einem Bewerbungsgespräch zum nächsten. Ob ein absolviertes Bewerbungstraining viel hilft .....
- Grow or go - Die Architekten des global village, D 2003, Drehbuch: Mark Bauder, 90 Min
Die vier jungen Protagonisten dieses Filmes werden bei den ersten Schritten ihrer Karriere verfolgt. Sie sind Absolvent/-innen einer privaten Wirtschaftsschule, sogenannten „High Potentials“, die sich innerhalb eines Rekrutierungsverfahrens behaupten müssen. Die Gewinner von heute sind jung, flexibel, dynamisch und weiß ...
- Gute Arbeit, A 2004, Drehbuch: Karin Macher, 54 Min.
Drei Frauen, drei Migrantinnen – drei Schicksale: Martina pendelt zur Erntesaison aus der Slowakei ins österreichische Marchfeld, um für einen Großbauernbetrieb zehn Stunden am Tag Spargel zu stechen. Julietha aus Namibia arbeitet in einem Berggasthof im Salzkammergut als Hotelgewerbeassistentin, d.h. Mädchen für alles. Giordana war Juristin in Bosnien, jetzt lebt und arbeitet sie als Reinigungskraft in einem modernen Großgemeindebau in Wien.
Karin Macher zeigt diese drei Frauen in ihren jeweiligen Lebensumständen, begreift ihre individuellen Geschichten als Phänomene eines wesentlich von Arbeitsmigration und Identitätssuche bestimmten Alltags im zeitgenössischen Dienstleistungssektor.
- Mirabella – Sindelfingen, D/I/DK 2001, 54 Min, Regie: Andreas Pichler, 54 Min
Mirabella, ein winziges Dorf auf Sizilien, ist die Heimat unzähliger Familien, die in den vergangenen 50 Jahren nach Deutschland aufgebrochen sind, um im Mercedeswerk Sindelfingen bei Stuttgart Arbeit zu finden.
Die Brücken hinter sich abgebrochen hat kaum jemand von ihnen, noch heute pendelt dreimal pro Woche ein Bus zwischen Deutschland und Sizilien.
Mirabella/Sindelfingen zeichnet ein sehr ambivalentes Bild dieser MigrantInnen-Community zwischen traditionellen Familienwerten und ökonomischen Zwängen, zwischen Heimatverlust und Identitätssuche.
- "Sitzend Überleben", D 2001, Drehbuch: Carolin Schmitz, 20 min
"Der Mensch ist nicht zum Sitzen geboren", erklärt eine Dame im Hosenanzug, die - ein selten merkwürdiges Bild- auf einer leeren, weißen Filmbühne neben einem ergonomischen Super-Sessel doziert. Ausschnitte eines „Lehrfilms“ dienen Carolin Schmitz als strukturierender Leitfaden durch einen Kurzfilm über die funktionalen Räume und der New Economy: Sitzend überleben demonstriert in Interviews und streng kadrierten Architekturtableaus, wie Körper über architektonische Eingriffe in Form gebracht und zu Unternehmen organisiert werden. Das ist mitunter - wenn Licht-Designer die Bürobeleuchtung mit "Glamour-Effekten" versehen - komisch, im Grunde aber selbst ein Lehrstück.
- "Violence des échanges en milieu tempéré" (Work Hard, Play Hard), FR 2003, Drehbuch: Jean-Marc-Moutout, 99 min
Philippe Seigner wird von seinem Boss auf eine Bewährungsprobe geschickt: Er soll die Übernahme einer altgedienten Fabrik vorbereiten und dabei evaluieren, welche Mitarbeiter in Zukunft weiter arbeiten dürfen und welche nicht.
Regisseur Jean-Marc-Moutout nutzt diese Alltagsgeschichte aus dem Arbeitsleben dazu, in kühl distanziertem Tonfall ein Drama um individuelles Ethos versus wirtschaftlicher Logik zu entwerfen: Anhand eines noch praxisarmen Managers demonstriert er nicht nur, dass sich die Karriere und soziale Verantwortung ausschließen, sondern auch, wie der Beruf allmählich beginnt, den Charakter zu deformieren.
|
|
 |
|
 |
 |
 |
|
 |