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"Wozu Bildungsstandards?" - Veranstaltungsnachlese
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Mit der Frage "Wozu Bildungsstandards?" lockten die oö. Sozialpartner rund 150 Besucher zu einer spannenden Informations- und Diskussionsveranstaltung. Das Thema ist topaktuell, weil die gesetzliche Verankerung von Bildungsstandards an Österreichs Schulen gerade zur Begutachtung ansteht. Geboten wurde hochkarätige Information aus erster Hand, immerhin referierte mit Mag. Josef Lucyshyn der Hauptkoordinator der Entwicklung und Umsetzung der Bildungsstandards. In einem zweiten Referat wog der Linzer Univ.Prof. Dr. Herbert Altrichter kritisch und differenziert die Chancen und Risken der Einführung von Bildungsstandards ab.
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Diagnose vor Selektion
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| Die Sozialpartner wie auch die Elternvertreterin Sieglinde Guserl plädierten in ihren Statements dafür, dass Bildungsstandards als Mindeststandards bereits in der 3. und 7. Schulstufe eingesetzt werden sollen. Nur dann können sie wirklich als Diagnoseinstrument dienen, an dessen Ergebnisse verbindlich konkrete Förderangebote geknüpft werden. |
Was sind Bildungsstandards?
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Bildungsstandards beschreiben die erwarteten Lernergebnisse und zeigen an, welche Kompetenzen Schüler/-innen bis zu einer bestimmten Schulstufe bis zu welchem Standard nachhaltig erworben haben sollen. Mit regelmäßigen schulexternen Tests (geplant sind vorerst die 4. und 8. Schulstufe in den Gegenständen Mathematik, Deutsch und Englisch) sollen diese Standards künftig gemessen werden. Je nach konkreter Ausformung können Bildungsstandards eine Orientierungs-, eine Unterrichtsentwicklungs-, eine Steuerungs-, Planungs- und Gestaltungsfunktion für das Schulwesen haben oder auch eine Diagnosefunktion.
Aus Sicht der AK OÖ ist insbesondere die Diagnosefunktion von zentraler Bedeutung: wenn rund ein Fünftel der Pflichtschulabgänger/-innen nicht mehr sinnerfassend lesen kann und auch grundlegende Verständnisschwierigkeiten in Mathematik und Naturwissenschaften aufweist, besteht akuter Handlungsbedarf. Deshalb müssen Bildungsstandards als Förderstandards verstanden werden: sie sollen zusammen mit anderen Instrumenten schulischer Qualitätssicherung sicherstellen, welche Kompetenzen Schüler/-innen nach einer bestimmten Zeit mindestens erwerben. Solche Mindeststandards dienen quasi insbesondere auch einer individuellen Diagnose des Ist-Standes und des verbindlichen Förderbedarfs und sollten deshalb rechtzeitig, d.h. zumindest bereits in der 3. und 7. Schulstufe eingesetzt werden. |
Hinweis
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| Die Veranstaltung "Wozu Bildungsstandards?" wurde übrigens im Rahmen des Bildungsdialogs der oö. Sozialpartner durchgeführt. |
Tipp:
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Sie haben die Veranstaltung versäumt?
Wenn Sie keine Zeit hatten, der betreffenden Veranstaltung beizuwohnen oder Sie einzelne Referate oder Diskussionsteile nochmals in Ruhe anhören wollen, laden Sie sich die Life-Mitschnitte bequem auf Ihren PC. |
Zum Veranstaltungsinhalt:
- Überblick - Folder (pdf/370 kb)
- Kurzfassungen der Hauptreferate als Download
- Vortragsfolien der Hauptreferate als Download
- Podcasts – durchgeführt von Radio FRO
- Statement Sieglinde Guserl, Elternvertreterin
- Hauptreferat Mag. Josef Lucyshyn
- Hauptreferat o.Univ.Prof. Dr. Herbert Altrichter
- Podiumsdiskussion
- Artikel von Univ.Prof. Dr. Georg Hans Neuweg: "Bildungsstandards: Diskussionsebene - Chancen - Gefahren" (pdf/120 kb)
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