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Betriebsräte im Stress

Die Last der Verantwortung - Betriebsräte im Stress

Ergebnisse einer wissenschaflichen Untersuchung, im Zuge derer über 90 Betriebsräte in ganz Österreich persönlich befragt wurden, zeigen, welchen spezifischen Belastungen InteressenvertreterInnen ausgesetzt sind.

Diese liegen vor allem

  • in einer hohen Intensität der Tätigkeit (d.h. häufigem Termin- und Zeitdruck),
  • einer hohen Verantwortung für die Belegschaft sowie
  • den ständigen organisatorischen Änderungen im Betrieb, die eine hohe Komplexität der Betriebsratstätigkeit mit sich bringen.

Vielfach stresst auch, dass

  • die Belegschaft zuwenig Interesse oder Unterstützung für die Arbeit ihres Betriebsrats zeigt.
  • Zusätzliche Beanspruchung entsteht durch
    "Sozialarbeiterische" Tätigkeiten des Betriebsrats (z.B. seelische Unterstützung bei familiären oder finanziellen Problemen, Information über Institutionen, die in solchen Fällen helfen, etc.), für die er im Regelfall nicht ausgebildet ist.

Diese Fülle von Belastungen bleibt nicht ohne Folgen:
So gaben 4 von 10 Betriebsräten an, mit erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu kämpfen. Diese Beeinträchtigungen sind vor allem psychischer Natur und äussern sich in Gereiztheit, einer ständigen Belastetheit (d.h. einem Nicht-"Abschalten-Können") sowie einem reduzierten Gesundheitsverhalten, wie beispielsweise vermehrtem Rauchen.

Möglichkeiten zur Vorbeugung oder Verringerung der negativen Stressfolgen liegen

  • in einer zweckmässigen Arbeitsteilung innerhalb der Körperschaft,
  • in einer stärkeren Qualifizierung und Professionalisierung und
  • in Hobbies, die als Ausgleich zum Berufsalltag dienen (im Idealfall Sport).

Auf jeden Fall sollte innerhalb der BR-Körperschaft über Belastungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen gesprochen werden und kein Tabuthema daraus gemacht werden.

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Lesevorschlag: Der Standard - Fusionen machen Mitarbeiter krank (pdf/62 kb)
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