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Differenzierter Umgang mit Zeitkonten:

Abgestimmt auf die betrieblichen Erfordernisse und die Interessen der Mitarbeiter werden Arbeitszeitkonten unterschiedlich eingesetzt. Gleitzeitkonten als Ausgleichsmöglichkeit bei kurzfristigen Auslastungsschwankungen und als Flexibilisierungsinstrumente für die Mitarbeiter. Zeitkonten in Verbindung mit Bandbreitenmodellen oder Durchrechnungszeiträumen zur Abfederung konjunktureller Schwankungen. Langzeitkonten und die damit verbundenen Ansparmöglichkeiten für Langzeiturlaub wie Sabbatical als Möglichkeit für die Mitarbeiter sich zur physischen und psychischen Regeneration oder zur Weiterbildung eine Weile aus dem Arbeitsleben ausklinken zu können.

Verantwortungsvoller Umgang mit der Arbeitszeit durch Ampelkonten:

In Verbindung mit Zeitkonten regelt das Ampelkonto je nach Kontostand den Dispositionsspielraum des Mitarbeiters bezüglich seiner Arbeitszeit. In der grünen Phase steuert der Mitarbeiter das Zeitkonto eigenverantwortlich. Mit zunehmendem Abstand von der Null-Linie – dem ausgeglichenen Konto – kommt er in die gelbe Phase, in der gemeinsam mit dem Vorgesetzten über die Arbeitszeit disponiert wird. In der roten Phase übernimmt der Vorgesetzte und eine weitere betriebliche Instanz das Ruder, um ein weiteres Anwachsen der Zeitguthaben oder –schulden zu verhindern.

Lebensphasenspezifische Arbeitszeitmodelle zur Förderung des Gleichgewichts von Berufs- und Privatleben bei Frauen und Männern:

Als Basis für familienorientierte bzw. lebensphasenspezifischen Lösungen gelten betrieblich verbindlich geregelte Arbeitszeitmöglichkeiten gekoppelt mit hohen Freiheitsgraden der Mitarbeiter bei der Arbeitseinteilung. Beispiele dafür sind: Gleitende Arbeitszeit ohne Kernzeit, Vertrauensarbeitszeit, vielfältige Teilzeitmodelle auf allen Hierarchieebenen und für alle Personengruppen, Wechsel zwischen Voll- und Teilzeit, Sabbaticals als Auszeit für bestimmte Lebensphasen, alternierende Telearbeit.

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