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Projekt "PlauderBar" - Pflegeheim Sonnenhof
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Seit Anfang Juli dieses Jahres betreibst du als Betriebsrat die "PlauderBar" für MitarbeiterInnen des Pflegeheimes Sonnenhof. Wie kam es zu dieser Idee und ihrer Umsetzung?
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| So wie sich unsere Arbeitswelt insgesamt drastisch verändert hat, haben sich auch die Anforderungen an Betriebsräte verändert. Wo früher Arbeitgeberinteressen auf Arbeitnehmerinteressen prallten, bestimmen heute zunehmend Interessensunter-schiede zwischen Arbeitnehmergruppen oder auch einzelnen KollegInnen den Arbeitsalltag vieler Betriebsräte. Hier ist der Betriebsrat als Mediator gefragt. Im Sonnenhof kam als besonders erschwerender Umstand die völlige Ungewissheit über den Weiter-bestand unseres Hauses dazu. In dieser Situation wurde uns klar, dass wir neue Formen der innerbetrieblichen Kommunikation und Informationsvermittlungen brauchen, weil Betriebsversammlungen oder Rundschreiben weder geeignet sind, komplexe Sachverhalte darzustellen, noch individuelle Sorgen und Probleme besprechbar zu machen. Die konkrete Formulierung der Idee, eine "PlauderBar" zu gestalten und deren schrittweise Umsetzung verdanke ich der Zukunftsakademie. Prozessorientiertes Projektmanagement ist ein zentraler Bestandteil dieser Ausbildung, dabei ist das Projekt "PlauderBar" entstanden. |
Welche Ziele verfolgst du als Betriebsrat mit "deiner" PlauderBar?
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| Wir alle wissen, dass Hierarchieebenen immer auch Barrieren in der Kommunikation darstellen. In der PlauderBar treffen sich die KollegInnen nicht als Reinigungskräfte, Pflegepersonal oder Bereichsleiter, sondern als Gäste, wie in jedem anderen Lokal auch. Ebenso wissen wir, dass es vielen KollegInnen sehr schwer fällt, sich in größeren Runden zu äußern, vielleicht eigene Bedürfnisse zu formulieren. In entspannter Atmosphäre, in kleiner Runde, im persönlichen Gespräch ist das meistens kein Problem. All das soll dazu beitragen, wieder Nähe zu schaffen und wechselseitiges Verständnis zu fördern. Ein weiteres Ziel ist, die PlauderBar auch als Ort der Begegnung mit interessanten externen Gesprächspartnern zu etablieren. Ich denke dabei an KollegInnen aus anderen Pflegeheimen oder Krankenhäusern, aber auch an VertreterInnen von ÖGB und AK. |
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