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Ein Interview mit Betriebsrat Hans Linsmaier (VA Stahl)  

Wie geht man mit solchen Vorwürfen um?

Durch Transparenz und Kommunikation. Für mich hat das folgendes bedeutet: erstens habe ich in einer BR-Klausur den Kollegen meine Position dargelegt und wichtige Unterlagen weitergegeben. Zweitens bin ich persönlich auf die Mitarbeiter zugegangen und habe versucht, durch Gespräche herauszufinden, wo die Ängste und Bedenken liegen. Das Allerwichtigste, was man als Betriebsrat dabei tun muss, ist zu erklären, wofür man im Projekt steht und eintritt. Bei Veränderungsprozessen engagieren sich Unternehmen meist externe

Berater. Haben Sie als Betriebsrat Unterstützung gehabt?

Seit Jahren schon arbeite ich bei verschiedenen Projekten mit der AK zusammen. Ich wusste also ungefähr, was mich erwartet und hab daher keine Projektberatung im herkömmlichen Sinn, sondern eher ein Coaching - also eine Begleitung - gebraucht. Bei Umstrukturierungen werden die Weichen oft langfristig gestellt - da ist es wichtig, dass es eine zweite, nicht unmittelbar betroffene, Person gibt. Die hält einem den Spiegel vor und unterstützt. Rückblickend glaube ich, dass es wichtig war, eingebunden zu sein, denn mit den Projektergebnissen ist man nachher sowieso konfrontiert. Gerade in der Umsetzungsphase, wo sich erst die Machbarkeit der Projektvorschläge herausstellt und nicht alles so glatt funktioniert, wie es sich das Projektteam vorgestellt hat, bin ich mit meinem Detailwissen in der Lage, bessere Regelungen für die Mitarbeiter zu erreichen.

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