Bereits zum neunten Mal in Folge bietet die Arbeiterkammer Oberösterreich auch heuer einen aktuellen Überblick über die Kinderbetreuungsangebote in den oberösterreichischen Gemeinden. Als Service für regionale Medien und interessierte Eltern hat das AK-Frauenbüro nun auch die Entwicklung in den einzelnen Bezirken analysiert.
Von den landesweit 70 Gemeinden, die ihre Angebotssituation seit dem Vorjahr verbessern konnten, fallen sechs auf den Bezirk Ried.
So besteht in Mettmach, Obernberg, Pramet und Weilbach nun die Möglichkeit, Kinder unter drei Jahren im Kindergarten mitbetreuen zu lassen. Im Kindergarten in Lambrechten gibt es nun das Angebot von Mittagessen, und in Weilbach wurde ein Angebot zur Nachmittagsbetreuung von Volksschulkindern neu geschaffen. In Neuhofen wurden die Öffnungszeiten des Kindergartens erweitert.
Insgesamt ist die Situation in Ried trotz der Verbesserungen aber alles andere als zufriedenstellend. Nur zwei der insgesamt 36 Gemeinden fallen in die beste Kategorie "A" und haben sowohl ein Angebot für Kinder unter drei Jahren und Volksschulkinder als auch einen Kindergarten mit Mittagessen und Öffnungszeiten von mehr als acht Stunden täglich. Damit ist der Bezirk Ried mit 6 Prozent "A"-Gemeinden zweitschlechtester unter den oö. Bezirken. Landesweit erfüllen 27 Prozent aller Gemeinden diese Kriterien.
In 64 Prozent der Rieder Gemeinden (OÖ: 55 Prozent) gibt es kein Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren, in 83 Prozent keine Betreuung für Volksschulkinder (OÖ: 50 Prozent). 67 Prozent haben keinen Kindergarten mit Mittagstisch (OÖ: 34,5 Prozent), und 81 Prozent haben Öffnungszeiten in den Kindergärten, die mit einer Vollzeitbeschäftigung nicht vereinbar sind (OÖ: 49 Prozent). |