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Infrastruktur- und Dienstleistungsunternehmen
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Beispiel Telekom
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Telekommunikation ist eine sehr dynamische Wachstumsbranche, das Marktvolumen in Westeuropa beträgt über 600 Milliarden Euro. Die Telekom Austria, an der die ÖIAG derzeit 47,2 % hält, ist nicht nur ein sehr wichtiger Arbeitgeber im Inland sondern eines der wichtigsten Infrastrukturunternehmen überhaupt, zu dem die KundInnen ein hohes Vertrauen haben (stabil hoher Marktanteil).
Trotz erwirtschafteter Gewinne (134 Mio. Euro im Jahr 2003) hat die Bundesregierung den vollständigen Verkauf des Unternehmens angeordnet. Dabei gibt es keine Vorstellungen darüber, welche Rolle das Unternehmen Telekom Austria auf dem in- und ausländischen Telekom-Markt in Zukunft haben soll. Durch die bisherigen Anteilsverkäufe hat die Telekom Italia auf die Unternehmenspolitik der vergangenen Jahre maßgeblichen Einfluss erhalten. Nun wird mit der Swisscom verhandelt, die selber einen viel höheren Staatsanteil aufweist (62%).
Mit dem Jahr 1998 wurde der Telekommunikationsbereich (Netze, Dienste) vollständig liberalisiert. Es kam zwar tatsächlich zu einem Absinken der Preise und einer größeren Angebotsvielfalt. Diese vorteilhaften Effekte sind aber sehr ungleich verteilt, der Businessbereich profitiert weit mehr davon als private Haushalte. Insbesondere die Durchschaubarkeit der Tarife ist für die KonsumentInnen gesunken, (zum Teil dubiose) Mehrwertdienste führen zu Verunsicherung und einem Verlust über die Kontrolle der Kosten. |
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