Tagesschulen beleben die Volkswirtschaft!
Viele Eltern wünschen sich Nachmittagsbetreuung für ihre Schulkinder. Das zeigt erneut die jüngste Bedarfserhebung. Im Auftrag der AK Oberösterreich wurde von Univ. Prof. Dr. Friedrich Schneider nun auch erstmals eine Kosten-Nutzen-Analyse von ganztägiger Kinderbetreuung durchgeführt. Fazit: Tagesschulen finanzieren sich nicht nur zur Gänze selbst, sie geben auch erhebliche Wirtschaftsimpulse!
Die Zustimmung zu ganztägigen Schulen unter Oberösterreichs Eltern liegt derzeit bei bis zu 60 Prozent! „Beruf und Familie müssen auch für Eltern schulpflichtiger Kinder vereinbar sein“, so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Seine Forderung: Tagesschulen mit bestmöglicher Lernförderung und attraktiven Freizeitangeboten. Für die Eltern kostenlos!
Dass dies möglich ist, zeigt die von der AK in Auftrag gegebene Kosten-Nutzen-Analyse von Tagesschulen, durchgeführt von Univ. Prof. Dr. Friedrich Schneider. Das Ergebnis der Studie: Tagesschulen finanzieren sich zur Gänze selbst, bereits im ersten Jahr können bis zu 87 Prozent der laufenden Kosten finanziert werden - aus den zusätzlichen Einnahmen des Bundes durch die höhere Erwerbstätigkeit.
Denn laut Market Befragung würden mehr als 40 Prozent der Frauen eine ganztägige Kinderbetreuung nutzen, um erneut eine Arbeit aufzunehmen oder mehr zu arbeiten.
Durch den Anstieg der Beschäftigung ist bei den Eltern mit zusätzlichen Einkommen von bis zu 133 Millionen Euro zu rechnen. Zählt man noch die Lehrer/-innen und Betreuer/-innen dazu, ergibt sich ein Gesamteinkommenseffekt von bis zu 291 Millionen Euro. Diese Einkommen gehen zum großen Teil wieder in den Konsum. Dadurch entsteht eine zusätzliche Produktion im Wert von bis zu 400 Millionen Euro bzw. ein zusätzliches Volkseinkommen von bis zu 280 Millionen Euro – das bedeutet zusätzliche 3.885 Arbeitsplätze!
- Als Erst-Maßnahme müssen 20.000 Nachmittags-Betreuungsplätze für Kinder im Pflichtschulalter geschaffen werden.
- In den laufenden Verhandlungen zum Finanzausgleich muss die Realisierung der Tagesschulen Vorrang haben.
- Mittels einer Strukturanalyse soll genau geplant werden, wo in Oberösterreich Tagesschulen mit Freizeitangebot entstehen sollen.
- In einer eigens einberufenen Enquete sollen Experten noch bis zum September die Frage nach der pädagogisch bestmöglichen Form der ganztägigen Betreuung für Oberösterreichs Schulkinder klären.



