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Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen gefährdet Arbeitsplätze
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Arbeitsplatzabbau stärker als Zuwachs neuer Jobs
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| Der Beschäftigtenrückgang bei den ehemaligen Staatsunternehmen wird nicht durch neu geschaffene Arbeitsplätze bei den Privaten wettgemacht. In Deutschland gibt es seit 1999 3.000 Vollzeitarbeits- und 1.300 Teilzeitarbeitsplätze bei den privaten Postverteilern mehr, hingegen wurden bei der Deutschen Post AG seither 37.000 Arbeitsplätze abgebaut. In Schweden steht seit 1990 bei der Post ein Verlust von 17.000 Arbeitsplätzen einem Zuwachs von maximal 1.500 neuen Jobs bei privaten Anbietern gegenüber. |
Neue Jobs: weniger Geld, sozial schlecht abgesichert
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Die durch die Marktöffnung oder Privatisierung neu geschaffenen Jobs sind meist schlechter bezahlt. Atypische Beschäftigungsverhältnisse mit schlechter sozialer Absicherung stehen auf der Tagesordnung.
Insbesondere bei Post- und Kurierdiensten entstehen Niedriglohnjobs, in Österreich gibt es hier einen vergleichsweise hohen Teilzeitanteil (rund ein Drittel). Bei privaten deutschen Postunternehmen waren in den Jahren zwischen 1999 und 2002 sechzig Prozent (!) der 11.000 Bediensteten geringfügig beschäftigt. |
Schlechtere Arbeitsbedingungen - länger arbeiten
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Die Arbeitsbedingungen in den neuen privaten Unternehmen entsprechen oft nur Mindeststandards. Die verstärkte Konkurrenz führt deshalb auch zu schlechteren Arbeitsbedingungen in den ehemaligen Staatsbetrieben.
Flexible und verlängerte Arbeitszeiten stehen auf der Tagesordnung. Oft bewirken verlängerte Durchrechnungszeiträume und Arbeitszeitkonten, dass Überstundenzuschläge und Zuschläge für Wochenendarbeit entfallen und Arbeit zu unsozialen Zeiten anfällt. |
Änderungen der Arbeitszeiten am Beispiel britischer Busunternehmen:
- Verkürzung der Pausen- und Ruhezeiten: die Nettofahrzeit der Fahrer wurde durch Kürzung der Pausen, Steh- und Wendezeiten um 50 bis 80 Prozent erhöht.
- Erhöhung der täglichen Arbeitszeit: die Fahrer können bis zu 16 Stunden am Tag eingeteilt werden.
- Mehrarbeit und Überstunden durch Personalabbau: den Beschäftigten wurde das „Angebot“ gemacht, einen 6. Arbeitstag pro Woche oder zusätzliche Überstunden zu machen, um die vorher durchgeführten Lohn- und Gehaltskürzungen zu kompensieren.
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