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Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen gefährdet Arbeitsplätze  

Weniger Einkommen


Die internationalen Beispiele zeigen, dass das Unternehmensziel „Kosten senken“ auf dem Rückender Beschäftigten umgesetzt wird:

  • Senkung des Grundlohns: z.B. minus 20 % im englischen Busverkehr (1983 bis 1995)
  • Kürzen und Streichen von Zulagen und Prämien, innerbetrieblichen Sozialleistungen und Betriebspensionen (unter anderem in der englischen Energiewirtschaft), Abschaffung oder Verlängerung von Biennalsprüngen von 2 auf 4 Jahre usw.
  • schlechtere Kollektivverträge für neue Mitarbeiter/-innen: z.B. minus 13 % bei den Wiener Stadtwerken; minus 15 bis 20 % bei Deutscher Bahn und Post.

Rückgang der betrieblichen Aus- und Fortbildung

In einigen Bereichen ist eine Reduktion der Lehr- und Ausbildungsplätze klar feststellbar (z.B. Rückgang der Lehrlingsbeschäftigung bei der ÖBB von 1998 bis 2003 um 33 Prozent, bei der Verbundgesellschaft von 1999 bis 2002 um 52 Prozent). Trotz gegenteiliger Rhetorik gibt es
Hinweise auf Verschlechterung beruflicher Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten und Konzentration der Berufsbildung auf Kernbelegschaften.

Sicherung der Grundversorgung muss vorrangiges Ziel sein!

Radikaler Personalabbau und verschlechterte Arbeitsbedingungen führen zwar zu steigenden Renditen für die neuen privaten Eigentümer. Sie führen aber unweigerlich auch zu Leistungseinschränkungen und zur Qualitätsminderung. So werden letztlich weiterhin Bahn- und Buslinien eingestellt oder Postämter geschlossen, wenn öffentliche Dienstleistungen dem Ziel der Gewinnerwirtschaftung unterworfen werden. Nicht nur die Beschäftigten, die ihren Arbeitsplatz oder ihr Einkommen verlieren, gehören deshalb zu den Verlierern sondern letztlich auch jene, die diese Leistungen notwendig brauchen.

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