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Armut im reichen Österreich
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Reichtum konzentriert sich
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In zunehmenden Maße findet eine Umverteilung von Arbeits- zu Kapitaleinkommen bzw. von niedrigen Lohn- zu Spitzeneinkommen statt. Siehe dazu "Einkommensverteilung".
Auch das Vermögen konzentriert sich, wie im Sozialbericht des Sozialministeriums (Bericht über die soziale Lage 2003 – 2004) nachzulesen ist. Demnach verfügen die obersten 10 Prozent der Bevölkerung über mehr als zwei Drittel des gesamten Vermögens, das sich aus Geldvermögen, Immobilien und Beteiligungen zusammensetzt. Allein das oberste Prozent hat einen größeren Anteil als 90 Prozent der Bevölkerung!
Wie ungleich Geldvermögen (2004) verteilt ist, zeigt auch eine Studie der Österreichischen Nationalbank. So verfügen Haushalte mit einem Nettoeinkommen von monatlich unter 750 Euro über durchschnittlich 6.621 Euro an Nettogeldvermögen. Haushalte mit einem Nettomonatseinkommen von mehr als 3.000 Euro kommen auf 117.780 Euro. Diese Durchschnittswerte sagen aber noch nichts über die tatsächliche Verteilung aus. Ein ungefähres Bild zeigt der so genannte Medianwert: während der gesamtösterreichische Durchschnitt bei 51.760 Euro liegt, beträgt der Median nur 21.855 Euro. Das bedeutet, dass die Hälfte der österreichischen Haushalte weniger als je 21.855 Euro an Geldvermögen hat, die andere Hälfte (sehr viel) mehr. |
1 Million Menschen armutsgefährdet
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Obwohl also der Reichtum in Österreich ausreichend vorhanden und wachsend ist, bleibt die Armut(sgefährdung) weit verbreitet. Gemäß Armutsbericht (Statistik Austria, 2008, EU-SILC 2006) sind in Österreich etwa eine Million Menschen (13 % der Bevölkerung im Jahr 2006) armutsgefährdet, das heißt, von Einkommensarmut betroffen. Als Armutsgefährdungsschwelle gelten 60 % des mittleren Einkommens – Medianeinkommen - einer Gesellschaft. Etwa jede/r Achte muss hierzulande mit einem monatlichen Gesamteinkommen von weniger als 893 Euro 12 mal pro Jahr (bzw. 765 Euro bei 14-maliger Auszahlung) auskommen. Die Betroffenen selbst haben aber ein noch geringeres Einkommen zur Verfügung, nämlich im Mittel weniger als 755 Euro (bzw. 648 Euro 14 x) monatlich. |
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