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Armut im reichen Österreich
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Armut ist weiblich
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| Die systematische (Lohn-)Diskriminierung von Frauen in Arbeitswelt und Gesellschaft wirkt sich auch in einer durchwegs höheren Armutsgefährdung aus. Insgesamt sind im Jahr 2006 Frauen (mit 14 Prozent) überproportional armutsgefährdet, Männer tragen mit 11 Prozent ein leicht unterdurchschnittliches Risiko. Noch schlimmer ist es in Singlehaushalten: bei 22 Prozent der weiblichen und 19 Prozent der männlichen Singles wird das Geld zu knapp. |
Erwerbsarbeit bietet Schutz vor Einkommensarmut
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| Während am Arbeitsmarkt bzw. gesellschaftlich Benachteiligte (Migranten/-innen, Alleinerziehende, Behinderte und Familien mit mehreren Kindern) im Vergleich zur Gesamtbevölkerung stark erhöhte Armutsrisiken tragen, liegt das Risiko in Haushalten mit "voller Erwerbsintensität" (= mehr als 75 Prozent der maximalen Erwerbsmonate der Erwerbsfähigen in einem Haushalt) bei unterdurchschnittlichen 4 Prozent. Das mit Abstand höchste Armutsrisiko tragen arbeitslose Menschen - unter den Arbeitslosen ist bereits jede/r Dritte armutsgefährdet, bei den Langzeitarbeitslosen sogar die Hälfte! In allen Haushaltsformen (bis auf Alleinerzieherinnen sowie Haushalte mit drei oder mehr Kindern), kann das Armutsrisiko durch Erwerbstätigkeit der Frauen unter den Bevölkerungsdurchschnitt gebracht werden. Personen mit höherer Tätigkeit tragen mit drei Prozent das geringste Risiko. |
... aber 230.000 Working Poor
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| In Österreich gelten 555.000 Menschen im Erwerbsalter als armutsgefährdet. 230.000 davon, also rund 41 Prozent (bzw. 7 % der 3,4 Millionen Erwerbstätigen), sind trotz Erwerbstätigkeit armutsgefährdet! Besonders hoch ist das Armutsrisiko bei unregelmäßiger Beschäftigung. Darunter fallen die zunehmenden unterjährigen Beschäftigungen und Arbeitsverhältnisse (freie Dienst- oder Werkverträge). |
Soziale Herkunft und Bildungsniveau entscheidend
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| "Arme" Kinder werden zu "armen" Erwachsen. Denn die Armutsgefährdung der 25- bis 45-Jährigen aus "armen" Verhältnissen ist mit 22 Prozent doppelt so hoch wie bei jenen, die aus einem finanziell sehr gut gestellten Elternhaus kommen. Auch Personen mit maximal Pflichtschulabschluss - immerhin knapp ein Drittel der Bevölkerung ab 15 Jahren - weisen ein überdurchschnittliches Armutsrisiko auf. Während mehr als ein Fünftel dieser Personengruppe mit Einkommensarmut zu kämpfen hat, sind es bei jenen mit Lehre bzw. mittlere Schule "nur" acht Prozent. Personen mit Hochschulabschluss sind zu sechs Prozent gefährdet. |
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