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Außerschulische Nachmittagsbetreuung
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Mitbetreuung in Kindergärten
- Öffnungszeiten
Öffnungszeiten, Ferienzeiten, die Höhe der Besuchs-, Essens- und Materialbeiträge sowie die soziale Staffelung der Besuchsbeiträge werden vom Kindergartenerhalter festgelegt und sind somit höchst unterschiedlich.
- Betreuungsgruppen
Die Kinderhöchstzahl in solchen alterserweiterten Gruppen wird dann gesenkt, wenn auch 2- bis 3-jährige Kinder in der Gruppe sind. (In Ausnahmefällen können auch Kinder mit 1,5 Jahren aufgenommen werden.) Sind ausschließlich Kinder im Volksschulalter in alterserweiterten Gruppen – es dürfen höchstens 8 Kinder im Volksschulalter sein – bleibt die Gruppengröße bei 23 Kindern. Ab zwei volksschulpflichtigen Kindern ist eine zweite Fachkraft zu bestellen. Eine Ausbildung zum/zur Horterzieher/-in muss allerdings nicht nachgewiesen werden. Nach derzeitigem Entwurf fördert das Land Oberösterreich diese zweite Fachkraft nur in finanzschwachen Gemeinden und auch dann nur zu fünfzig Prozent.
Mit diesem Modell sollen besonders in kleineren Gemeinden Betreuungsplätze für Schulkinder und für Kinder unter 3 Jahren angeboten werden. Das ist Prinzipiell gut. Aus Sicht der Arbeiterkammer Oberösterreich lässt dieses Modell aber viele Fragen offen. Insbesondere ist zu befürchten, dass die Qualität der Betreuung von Schulkindern im Kindergarten hinter den Möglichkeiten eines Hortes bzw. einer ganztägig geführten Schule zurück bleibt. Keinesfalls wäre es akzeptabel, wenn altersspezifische Angebote wie Horte oder Ganztagsschulen durch dieses Modell zurückgedrängt würden.
Primär muss die Qualität der Nachmittagsbetreuung stimmen, sodass schulpflichtige Kinder nicht nur betreut, sondern auch altersgemäß optimal gefördert werden. Inwieweit dies in alterserweiterten Gruppen (1,5 bzw. 2 Jahre bis 10 Jahre) möglich ist, ist kritisch zu hinterfragen. Der berechtigte Wunsch der Eltern ist, dass statt unzureichender Aufbewahrungsangebote entsprechend qualitätsvolle Angebote geschaffen werden. So befürworten selbst in Kleinstgemeinden rund 37 Prozent der Eltern von Schulanfängern das Angebot einer ganztägig geführten Schule, wenn die Qualität stimmt. In größeren Gemeinden liegt die Nachfrage noch deutlich höher.
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