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Steiler Anstieg bei geringfügiger Beschäftigung - bessere soziale Absicherung nötig!  

17.03.2006
Die Zahl der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse nimmt rapide zu. Rund 80 Prozent der geringfügig Beschäftigten sind Frauen, fast jede fünfte davon ist akut armutsgefährdet. Die Arbeiterkammer fordert deshalb eine bessere soziale Absicherung der Betroffenen.

Im vergangenen Jahr gab es alleine in Oberösterreich knapp 44.000 geringfügige Dienstverhältnisse. Knapp 6200 Betroffene haben die Möglichkeit der freiwilligen Pensions- und Krankenversicherung in Anspruch genommen.

Viele versuchen, mit mehreren geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen über die Runden zu kommen. Etwa 19.000 Personen bekommen eine nachträgliche Beitragsvorschreibung, weil sie beim Einkommen die Geringfügigkeitsgrenze überschritten haben. Schlecht für die Betroffenen, gut für deren Arbeitgeber: Sie müssen keine Beiträge nachzahlen.

Trotz der Nachzahlungen für die Pensions- und Krankenversicherung haben die Betroffenen keine Chance, in die Arbeitslosenversicherung aufgenommen zu werden. Die Arbeiterkammer fordert daher eine bessere soziale Absicherung der geringfügig Beschäftigten: Ihnen soll auch die Arbeitslosenversicherung offen stehen. Das neue Instrument Dienstleistungsscheck bringt übrigens auch nicht mehr soziale Sicherheit.

Die Zahl der Geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse hat von 1996 auf 2004 um 42 Prozent zugenommen. Während bei allen unselbständig Beschäftigten 13,2 Prozent beim Einkommen die Armutsgefährdungsgrenze unterschreiten, liegt dieser Wert bei den prekär Beschäftigten bei 17 Prozent.

Eine rechtliche Information der AK Wien zu geringfügig Beschäftigten im Betrieb wird bei Anforderung unter frauen@akooe.at gerne zugeschickt.


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