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Ganztägige Schulen im europäischen Vergleich
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Laborschule Bielefeld
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Die Laborschule ist eine Versuchsschule des Landes NRW in Deutschland und als solche von vielen staatlichen Vorgaben freigesetzt, um neue Wege des Lehrens, des Lernens und des miteinander Lebens in der Schule zu entwickeln, zu erproben und so aufzuarbeiten, dass die Erkenntnisse und Einsichten anderen Schulen, die sich „auf den Weg“ machen, weitergegeben werden können. Sie ist daher Schule und zugleich Wissenschaftliche Einrichtung der Universität Bielefeld. In sie werden Kinder im Alter von fünf Jahren aufgenommen und bis zum Ende ihrer Pflichtschulzeit gemeinsam in einem elf Jahre dauernden einheitlichen, als Ganzes gedachten Bildungsgang unterrichtet. Ein Aufnahmeschlüssel soll gewährleisten, dass sich die soziale und ethnische Verschiedenheit von Kindern in der Schule in etwa der Zusammensetzung spiegelt, wie sie in der Gesellschaft vorkommt: Die Verschiedenheit ist gewollt und wird als Reichtum angesehen. Kinder und Jugendliche leben und lernen in der Laborschule zusammen, die sich im gegliederten bundesdeutschen Schulsystem in Förderschulen, Hauptschulen, Realschulen oder Gymnasien wieder finden würden. Es gibt dennoch an keiner Stelle irgendeine Form der äußeren Leistungsdifferenzierung, aber unterschiedliche Formen des individualisierenden Lernens im Miteinander der Gemeinschaft – „Schule als polis“. |
Leistungsvermögen jedes einzelnen Kindes zählt
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| Da die Laborschule Leistungen ihrer Kinder und Jugendlichen nicht an einem festgelegten Durchschnitt, sondern an dem jeweiligen Leistungsvermögen des einzelnen misst und von jedem seine höchstmögliche Leistung herausfordern und fördern möchte, verzichtet sie auf vergleichende Ziffernnoten bis zum Ende des neunten Schuljahres. Bis zum Jahrgang 6 lernen die Kinder in jahrgangsübergreifenden Gruppen (Jahrgänge 0 bis 2 und 3 bis 5), ab Jahrgang 6 wird der Kernunterricht in Jahrgangsgruppen angeboten, daneben gibt es viele Wahl- und Profilkurse in jahrgangsübergreifender Zusammensetzung (Jahrgänge 5 bis 7 und 8 bis 10). |
Schultag
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| Der Schultag hat eine feste Struktur und ist einfach gegliedert. Zwischen 8 und 16 Uhr ist die Schule geöffnet, für die Kleineren werden Betreuungszeiten vorher und nachher werden angeboten. Für die Jüngeren ist der Tag noch eine ungefächerte Einheit jenseits von Stundenplan: Arbeit und Spiel, Anstrengung und Muße, Bewegung und Konzentration wechseln in einem den Kindern bekömmlichen Rhythmus. Bei den Älteren ist Unterricht in 60-Minuten-Einheiten zwischen 8:30 und 10:30; 11:00 und 13:00; 14:00 und 16:00 Uhr. In den ausgedehnten Pausen, aber auch in Zeiten, wenn der Unterricht für einzelne Jahrgänge nicht bis 16 Uhr dauert, stehen Erfahrungsräume zur Verfügung, in den sich Schülerinnen und Schüler frei bewegen und ihre Zeiten gestalten können: ausgedehnte Grünflächen mit Abenteuerspielanlagen für die Jüngsten, Fachräume und Werkstätten für individuelle Vorhaben, Bauspielplatz, Garten, Sportanlagen, Zoo mit Kleintieren, Bibliothek und natürlich ein von Schülerinnen und Schülern bewirtschafteter „breakfast-club“ sowie die Mensa. |
Personal
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| In der Schule arbeiten Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen Erzieher, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen ohne einseitige Aufgabenzuschreibung zusammen an dem gleichen pädagogischen Anliegen: Den Kindern und Jugendlichen beim Aufwachsen zu helfen, ihnen Schule als Lebens- und Erfahrungsraum zu gestalten, in dem sie einen großen Teil ihrer ja doch eindrücklichsten und prägendsten Lebenszeit auf gute Weise - anerkannt, gewollt und ermutigt, nie beschämt - verbringen. |
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