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Ganztägige Schulen im europäischen Vergleich
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Ganztagsschule in Schweden
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Die schwedische Grundschule wurde 1965 eingeführt, eine Gesamtschule mit neun Klassen in drei Stufen eingeteilt, d.h. Klasse 1-3, 4-6 und 7-9. Die beiden ersten Stufen werden von Klassenlehrern unterrichtet und die oberen Klassen von Fachlehrern.
Jede Schulwoche umfasst für die drei ersten Klassen 30 Arbeitstunden und für die Klassen 4-9 meistens 35 Arbeitstunden. Wegen des langen Schultags wurde ein pädagogisches Mittagessen für Schülerinnen eingeführt.
Schon vom Anfang an hatten die Schülerinnen, was die Fächer betrifft, gewisse Wahlmöglichkeiten, also können sie z B. entweder eine zweite Fremdsprache, Technik oder Wirtschaftkunde als Spezialfach wählen, und in Englisch und Mathematik je nach Lernniveau einen Kurs wählen.
Gleichzeitig mit der Einführung der Grundschule wurde die Vorschule für die sechsjährigen Kinder Pflicht und im Anschluss zur Schule wurden Kindertagesstätten und Kinderhorte gebaut. Da immer mehr Frauen berufstätig sind, sind auch Plätze in Kindertagesstätten oder Hort stark nachgefragt.
Im dritten Lehrplan der Grundschule vom 1980 wurde der Begriff Ganztagschule eingeführt. Damit müssen sowohl Kindertagesstätten als auch Horte bereit sein, die Kinder von halb Sieben Uhr morgens bis halb Sieben Uhr abends zu betreuen.
Heute gehen fast alle Kinder in die Vorschule und alle Schülerinnen in den ersten drei Klassen können sich auf einen Platz im Hort verlassen, wenn der Schultag aus ist und die Eltern noch nicht zuhause sind. Die Kinder, die sehr früh zur Vorschule oder Schule müssen, weil die Eltern früh arbeiten, bekommen im Hort auch ein Frühstück serviert.
Die heutige Grundschule ist eine vollintergrierte, autonome Ganztagschule und mit eigenem Profil, wo die Lehrer in Teams arbeiten und die Eltern Mitbestimmungsrecht haben. |
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