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Studie zeigt Übertrittsprobleme vom Bildungssystem in den Arbeitsmarkt
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| 19.07.2006 |
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Über 100.000 Jugendliche haben keine fairen Chancen am Arbeitsmarkt – das zeigt eine Studie des IHS im Auftrag der AK. Fast 77.000 Junge zwischen 15 und 24 Jahren konnten nach der Pflichtschule keine Lehre oder weiterführende Schule beginnen, oder flogen ohne Abschluss aus dem Bildungssystem:
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- Rund 47.000 HilfsarbeiterInnen, die höchstens einen Pflichtschulabschluss haben und von Gelegenheitsjobs leben – mit einem Bein in der Arbeitslosigkeit.
- Fast 13.000 Jugendliche, die nach eigenen Angaben arbeitslos sind (nur mit Pflichtschulabschluss, nicht mehr in Ausbildung).
- 17.000 „Sonstige“: Junge, die nur mit Pflichtschulabschluss und ohne Arbeit sind, aber Arbeiten in der Familie übernehmen (z. B. Betreuung von Angehörigen), jedoch nicht Mütter und Väter in Karenz.
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Jetzt zeigt sich, dass die Lage erheblich dramatischer ist, als es die offizielle Statistik des Arbeitsmarktservice (AMS) vermuten lässt: Zusätzlich zu den 77.000 Dropouts kamen fast 29.000 Jugendliche nicht am Arbeitsmarkt unter, obwohl sie eine Lehre, weiterführende Schule oder Hochschule abgeschlossen haben. In Summe fehlen also faire Chancen für 105.000 Jugendliche in Österreich!
Die AK-ExpertInnen gehen davon aus, dass sich die Situation seit dem Mikrozensus im Jahr 2003 weiter verschlechtert hat, da allein die Zahl der beim AMS gemeldeten Jugendlichen um 7.000 (zwölf Prozent) gestiegen ist. Für tausende Mädchen und Burschen stellt der Übertritt von der Ausbildung in den Arbeitsmarkt eine schwere Hürde dar. |
Die AK verlangt:
- umfassende Reformschritte in den Pflichtschulen;
- mehr Plätze an den berufsbildenden Schulen und in Lehrausbildungen;
- Ausbildung in Zukunftsberufen;
- Verbesserung der Berufs- und Bildungswegorientierung für alle SchülerInnen
- zusätzlich sozialpädagogische BetreuerInnen in allen Ausbildungsangeboten, die die Jugendlichen bei Bedarf beraten und begleiten.
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