 |
|
 |
 |
 |
|
|
Nationales Aktionsprogramm für ältere ArbeitnehmerInnen!
|
|
|
 |
Eine der zentralen Herausforderungen für die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik ist die Verbesserung der Arbeitschancen älterer ArbeitnehmerInnen.
|
Verbesserung der Arbeitschancen
|
| Unbestritten ist, dass ältere ArbeitnehmerInnen ein wesentliches Kapital für die Betriebe darstellen und aufgrund der demo-grafischen Entwicklung auf längere Sicht eine ganz wichtige Rolle einnehmen werden. |
| Die aktuelle Situation ist aber alles andere als erfreulich. Viele Ältere verlieren bereits Jahre vor der Pension ihren Arbeitsplatz und haben keine Chance auf einen Wiedereinstieg. Viele können aus Gesundheitsgründen nicht mehr arbeiten. Die Beschäftigungsquote der 55- bis 64 jährigen ArbeitnehmerInnen in Österreich ist extrem niedrig: |
 |  | EU-Durchschnitt (EU-15, 2005): |  | 44,1 Prozent
|  |  |  |  | Lissabon-Ziel (bis 2010): |  | 50 Prozent
|  |  |  |  | Österreich (2005): |  | 31,8 Prozent
|  |  |
|
| Dramatisch ist das vor allem angesichts der bevorstehenden Alterung der Erwerbsbevölkerung. Die Baby-Boom-Generation wird in wenigen Jahren zur Kategorie „Ältere ArbeitnehmerInnen" aufschließen. Laut Statistik Austria wird es bei den ab 50-Jährigen folgende Entwicklung geben. |
 |  | |  | 2005 |  | 2020
|  |  |  |  | 50- bis 54-Jährige |  | 507.000 |  | 673.000 (+ 33 %)
|  |  |  |  | 55- bis 59-Jährige |  | 480.000 |  | 657.000 (+ 37 %)
|  |  |  |  | 60- bis 64-Jährige |  | 469.000 |  | 556.000 (+ 19 %)
|  |  |
|
| Eine massive Verbesserung der Erwerbschancen Älterer muss in Anbetracht dieser Zahlen eines der zentralen Ziele der Politik der nächsten Jahre sein. ÖGB und AK fordern daher die rasche Erstellung eines nationalen Aktionsprogramms für ältere ArbeitnehmerInnen. Die Forderungen werden durch die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Fallstudie unterstützt. In 607 standardisierten Interviews wurde die Arbeitsmarktsituation älterer Menschen analysiert. |
|
|
 |
 |
 |
|
 |