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Kosmetik ohne Tierversuche  

Wofür werden immer noch Tierversuche gemacht?

(Bildquelle: Deutscher Tierschutzbund)

In nahezu allen Bereichen, in denen Menschen mit potentiell gesundheitsschädlichen chemischen Stoffen (z.B. über Hautkontakt, die Atmung oder die Nahrung) in Berührung kommen, werden Tests auch an Tieren durchgeführt. Diese Tests sind in der Regel standardisierte Verfahren, die man durch Alternativmethoden ersetzen kann, und zum Teil bereits getan hat.

Für Produkte im Haushalt, wie z.B. Reinigungs- und Waschmittel, Lacke, Farben oder Holzschutzmittel, werden Tests durchgeführt. Sie werden wie Chemikalien aller Art auf ihre Giftigkeit geprüft.

Auch die Inhaltsstoffe von Shampoo oder Duschgel werden an Tieren getestet. Selbst für Pflanzenschutzmittel sind Versuchsreihen an Tieren vorgeschrieben. Neben Tests an Insekten und Würmern sind hier Versuche mit Vögeln und Säugetieren, wie z.B. Mäusen oder Hunden, vorgeschrieben.

Im Spektrum der Medizin sind Tierversuche weit verbreitet. Sowohl in der Grundlagenforschung, die als solche nicht auf einen direkten Nutzen für den Menschen ausgerichtet ist, als auch in der angewandten Forschung und der medizinischen Ausbildung werden Tierversuche durchgeführt. Beispielsweise: Inhaltsstoffe von Medikamenten, Verträglichkeit von Implantatmaterialien, Qualitätskontrolle von medizinischen Produkten und Geräten.

Statistiken, Daten, Fakten

Rund 30% der Tierversuche sind gesetzlich vorgeschrieben. Sie umfassen Giftigkeitsprüfungen für neue Chemikalien, Prüfung von Arzneimitteln sowie Chargenprüfungen von Impfstoffen und Seren etc. Dies sind standardisierte Verfahren. Dazu gibt es bereits einige Alternativmethoden, aber noch nicht genug. Ein Grund dafür ist, dass tierversuchsfreie Verfahren umfangreichen Prüfungen unterworfen werden bevor sie Eingang in rechtliche Vorschriften finden. Ein anderer Grund sind die zu geringen Förderungen für Alternativmethoden.

Ca. 60% der Tierversuche sind nicht gesetzlich vorgeschrieben und finden in der Grundlagenforschung sowie in der Produktforschung und Entwicklung statt. Die Forschenden entscheiden welche Methode sie anwenden, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder eine bestimmte Fragestellung zu klären. Hier werden zwar viele Ergebnisse veröffentlicht und zahlreiche Alternativmethoden entwickelt, aber noch immer zu wenig. Die Verbreitung dieses Wissens unter den Wissenschaftler/-innen und den Behörden spielt eine zentrale Rolle, um Tierversuche zu reduzieren und zu ersetzen.

Grafiken


Wer darf in Österreich Tierversuche durchführen?

Prinzipiell ist eine Reihe von Genehmigungen erforderlich, bevor überhaupt ein Versuch gemacht werden darf. Jeder, der/die einen Tierversuch durchführen will, muss neben einem abgeschlossenen naturwissenschaftlichen Studium laut Gesetz auch über entsprechende Spezialkenntnisse verfügen.
Was mit diesen "Spezialkenntnissen" gemeint ist, wird aber nicht näher erläutert. Tierversuche finden vor allem in der Wirtschaft und auf Universitäten statt.

Das Gesetz weist darauf hin, dass alle beteiligten Personen eine wissenschaftliche und ethische Verantwortung tragen. D.h. die Wissenschaftler/-innen selbst müssen die Notwendigkeit und Angemessenheit eines Tierversuches gegen die Belastungen für das Versuchstier abwiegen.

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Sind Tierversuche notwendig?
Gibt es Alternativen zu Tierversuchen? Tierversuche in der Kosmetik - aktuell Was ist zet? Was macht zet? weiter


 Download 
Oö. Einkaufsführer - alle Bezirke im Überblick (pdf/449 kb)
 Broschüre 
Konsum ohne Tierleid
 Links 
Zentrum für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen
kosmethik - Vier Pfoten
Verein gegen Tierfabriken
Österreichischer Tierschutzverein
Deutscher Tierschutzbund


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