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Kosmetik ohne Tierversuche  

Gibt es Alternativen zu Tierversuchen?

Es gibt alternative Methoden, aber noch nicht genug. Leider dauert es viele Jahre bis eine alternative Methode entwickelt und anerkannt ist.

Es gibt mittlerweile über 10 EU-weit behördlich anerkannte Methoden. Rund weitere 20 Tests werden derzeit von den Behörden in einem Anerkennungsverfahren auf ihre Zulassung überprüft. Eine einzige Alternativmethode kann tausenden von Tieren Leid ersparen, indem sie standardisierte Testverfahren ersetzt.

Es gibt Synergien zwischen Tierschutz, Forschung und Wirtschaft, da alternative Methoden zahlreiche Vorteile bieten. Etwa eine sehr hohe Zuverlässigkeit der Ergebnisse und häufig eine enorme Zeitersparnis bei den Tests. Zudem sind alternative Methoden meist weit günstiger und sparen den Forschungstreibenden und dem Steuerzahler Geld, welches laufend in die Forschung investiert wird.

In vielen Bereichen können Zellkulturen eingesetzt werden. An bebrüteten Hühnereiern werden stark reizende Substanzen getestet, was bislang am Kaninchenauge geschah. Modelle von künstlicher Haut können ebenso erfolgreich eingesetzt werden, wie etwa auch Computersimulationen. In der medizinischen Ausbildung gibt es die Möglichkeit, auf Organe von Schlachttieren zurückzugreifen, um grundlegende Operationstechniken zu erlernen.

Zulassungsbehörden schreiben vor, dass alternative Methoden besser sein müssen als Tierversuche. Alternative Methoden gewährleisten deshalb eine höhere Sicherheit für die Konsumenten/-innen.

Eine EU-Richtlinie von 1986 schreibt vor, dass Versuche an Tieren NUR durchgeführt werden dürfen, wenn KEINE alternativen Methoden zur Verfügung stehen. Deswegen ist die Entwicklung von alternativen Methoden ein wichtiger Schritt im Bereich des Tierschutzes.

Was ist eine Alternativmethode?

Als Alternativmethode bezeichnet man eine wissenschaftliche Methode, die im Sinne der 3R (Refinement, Reduction, Replacement) einen Tierversuch ersetzen oder die Zahl der Versuchstiere reduzieren kann oder das Leiden und die Belastung der Tiere reduziert. Alternativmethoden sind nicht gleichbedeutend mit tierfreien Methoden. Tierfreie Methoden verwenden weder lebende noch tote Tiere oder Teile davon für Untersuchungen.

Trotzdem stellen die Alternativmethoden ethisch einen relevanten Fortschritt dar, weil im Sinne der 3R Tierleid vermieden wird! Es ist z.B. ethisch ein relevanter Unterschied ob zum Testen einer Charge Botox 60-100 Mäuse durch Muskellähmung zugrunde gehen oder ob an einer einzigen Maus (narkotisiert, schmerzfrei getötet) die alternative Testanordnung durchgeführt wird.

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 Broschüre 
Konsum ohne Tierleid
 Links 
Zentrum für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen
kosmethik - Vier Pfoten
Verein gegen Tierfabriken
Österreichischer Tierschutzverein
Deutscher Tierschutzbund


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