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Schon jeder vierte Schüler jobbt nebenbei
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| 03.07.2007 |
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Die wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen Studie im Auftrag von Arbeiterkammer und Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-DJP):
- Zwei Drittel der Schüler/-innen an Wiener Oberstufenschulen haben schon einmal eine bezahlte Tätigkeit ausgeübt (67 Prozent).
- Über die Hälfte der Wiener Schüler/-innen hatte in der zweiten Jahreshälfte 2006 einen bezahlten Job (52 Prozent).
- Schon jede/r Vierte arbeitet auch während des Schuljahres (27 Prozent). Folgen: Überforderung, Leistungseinbrüche, Klassenwiederholungen, Schulabbrüche.
- Der Graubereich ist erschreckend: 44 Prozent der während des Schuljahres berufstätigen Schüler/-innen sagen entweder, dass sie gar nicht angemeldet sind, oder dass sie nicht wissen, ob/in welchem Arbeitsverhältnis sie stehen. Dem arbeits- und sozialrechtlichen Missbrauch ist damit Tür und Tor geöffnet.
- Mädchen arbeiten deutlich häufiger als Burschen neben der Schule, verdienen dabei weniger und können diese Tätigkeit in geringerem Ausmaß für ihre späteren beruflichen Aktivitäten nützen.
- Jede/r Zweite sagt, der Job stehe in keinem fachlichen Zusammenhang mit der Schulausbildung.
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Die AK fordert deshalb:
- bessere Vorbereitung der Schüler/-innen auf die Arbeitswelt durch die Schule
- Erweiterung der Lehrpläne um arbeits- und sozialrechtliche Kenntnisse und entsprechenden Wissenserwerb
- Lehrer/-innenausbildung im Themenbereich Arbeitswelt deutlich ausbauen
- Ausbau der Schüler/-innenbeihilfen, damit kein/e Schüler/-in gezwungen ist, zu arbeiten
- Ausgangspunkt für die Untersuchung: Inwiefern Berufstätigkeit oder das Jobben von Jugendlichen während ihres Schulbesuchs ein verbreitetes Phänomen ist, ließ sich bisher generell nicht beantworten. Einen ersten Hinweis hat eine schulinterne Erhebung der Schulen des bfi Wien in einem Kooperationsprojekt mit ihrer Partnerschule in Bratislava erbracht. Ergebnis war, dass eine erhebliche Anzahl von SchülerInnen auch während des Schuljahres einen Nebenjob hat und das Einkommen unter anderem auch für Lebenshaltungskosten oder das Schulgeld brauchen – nicht ausschließlich zur Aufbesserung des Taschengelds.
- Datengrundlage: Im Dezember 2006 wurden 1.500 Wiener Schüler/-innen ab der 10. Schulstufe in den Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS), Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS) und Berufsbildenden Mittleren Schulen (BMS) befragt. Zu diesen Schultypen zählen zum Beispiel Gymnasien, Höhere Technische Lehranstalten (HTL), Handelsakademien (HAK), Schulen für wirtschaftliche Berufe und für Tourisms (HUM) und Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik (BAKIP). Diese Schulformen umfassten im Schuljahr 2004/2005 insgesamt 53.000 Schüler/-innen in Wien.
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