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Beschwerdeflut durch neuen Telefonanbieter MyPhone  

29.01.2008
In der Arbeiterkammer Oberösterreich häufen sich zur Zeit Beschwerden über den neuen Telefonanbieter MyPhone. Alleine am gestrigen Montag haben von den 402 telefonischen Anfragen knapp 10 % MyPhone betroffen. Die Liste der Beschwerden ist lang:

  • Überrumpelung am Telefon und vor Großkaufhäusern
  • irreführende Angaben ("bin von der Telekom", Gratisminuten)
  • Unterschriftenfälschungen
  • überlastetes Callcenter
  • unbeantwortete Schreiben und E-Mails
  • Verweigerung des gesetzlichen Rücktrittsrechts

Auch in den anderen Bundesländern ist die Beschwerdeflut groß und es wurde bereits Anzeige erstattet

Die betroffenen Konsumenten werden meist am Telefon oder vor Großkaufhäusern mit irreführenden Angaben angesprochen. So wird zum Teil der Eindruck erweckt, dass der derzeitige Anbieter die Umstellung auf einen günstigeren Tarif anbietet. Tatsächlich bekommen Konsumenten einen neuen Vertrag mit MyPhone, was sie nicht wollten! In einigen Fällen haben uns Konsumenten von Unterschriftenfälschungen berichtet. In den Schreiben, die MyPhone verschickt, wird den Konsumenten mitgeteilt, dass die Frist für einen gesetzlichen Rücktritt bereits abgelaufen sei. Das stimmt natürlich nicht. Mag. Doris Schöftner von der Arbeiterkammer Oberösterreich: "Die Rücktrittsfrist beginnt frühestens mit Erhalt der Vertragsunterlagen mit vollständiger Rücktrittsbelehrung."

Konsumenten, die diese Situation mit MyPhone zu klären versuchen, scheitern, da es schwierig ist, telefonisch Kontakt aufzunehmen beziehungsweise schriftliche Anfragen meist nicht beantwortet werden. Erst durch unser Einschreiten anerkennt MyPhone die Rechte der Konsumenten.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich fordert MyPhone auf, ab sofort diese unlauteren Werbemethoden am Telefon und vor Großkaufhäusern zu unterlassen und ein konsumentenfreundliches Kundenservice einzurichten.
Wettbewerb ist gut, aber er muss fair und ohne Irreführung der Konsumenten ablaufen.


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