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Ostereier aus dem Handel landen oftmals nicht mehr frisch im Osternest  

19.03.2008
Lange schon vor Ostern gibt es sie im Supermarkt, in Bäckereien und sogar an Tankstellen zu kaufen: bunt gefärbte Ostereier. Die auf den Packungen angegebenen Haltbarkeitsfristen erscheinen oft sehr lang und so manch einer fragt sich, ob sie denn auch noch genießbar sind, wenn sie dann endlich in unseren Osternestern landen.

Die Konsumenteninformation der Arbeiterkammer hat 14 Stichproben von gefärbten Ostereiern in 8 Linzer Geschäften gezogen und von der Belan-ZT-Gmbh untersuchen lassen.

Ergebnis: Nach sensorischen Kriterien waren zum Einkaufszeitpunkt zwei Proben nicht für den menschlichen Verzehr geeignet, nach zwölf Tagen – trotz optimaler Lagerung im Labor - bereits sieben Proben (50 Prozent)!

So wurde getestet

Getestet wurde die Frische der Ostereier im Labor sowohl am Tag des Einkaufes als auch zwölf Tage nach Kühllagerung bei 2° C und Einhaltung der angegeben Mindesthaltbarkeitsdaten. Das Ergebnis der ersten und zweiten Untersuchung fiel recht unterschiedlich aus. Während am Tag des Ankaufes von den Fachleuten noch neun der vierzehn Proben als in Ordnung, drei als wertgemindert und zwei als nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet beurteilt wurden, fiel das Ergebnis nach zwölf Tagen Lagerung wesentlich schlechter aus. Obwohl das Mindesthaltbarkeitsdatum bei keiner der Proben überschritten war, konnten jetzt nur mehr sechs der 14 Proben als in Ordnung bzw. eine als wertgemindert bewertet werden. Weniger erfreulich mussten trotz optimaler Lagerung sieben Proben als nicht für den menschlichen Verzehr geeignet bemängelt werden.

Ursache für die mangelnde Frische:

- zu lange Haltbarkeitsfristen und
- die nicht durchgängige Kühllagerung

Wenn Eier durchgängig gut gekühlt gelagert werden und die Schale der Eier intakt ist, könnten theoretisch auch laut Kennzeichnung bereits abgelaufene Eier durchaus noch in Ordnung sein. Doch das ist nicht immer der Fall, denn wie sich bei diesem Test gezeigt hat, werden in vielen Geschäften die Ostereier ungekühlt angeboten. So hatten vier der gekauften Ostereierproben beim Einkauf eine Temperatur von 15-16° C und das obwohl sogar bei drei dieser Proben auf den Packungen ein Hinweis auf Kühllagerung angebracht war.

Die Lieferanten müssen realistischere Haltbarkeitsdaten angeben und der Handel sollte auch gekochte Eier durchwegs kühl, also bei Temperaturen zwischen 2-8° C lagern!
Auch eine verpflichtende Angabe des Alters der Roheier zum Zeitpunkt des Kochens wäre hilfreich. Denn gerade für den Konsumenten ist es schwierig, die Frische der gefärbten Eier zu beurteilen. Eine Möglichkeit abzuschätzen, in welchem Frischezustand ein Ei gekocht wurde, erkennt man an der Lage des Dotters, wenn das Ei in Längsrichtung geschnitten ist. War es frisch, liegt der Dotter zentral und die Luftkammer ist klein. Liegt der Dotter zur Eierschale verlagert, war das Ei schon älter.

Wer aber sicher sein möchte, dass er frische Eier in seinem Osternest findet, der greift am Besten zum Farbtopf und färbt die Eier selber.

 Download 
AK-Test: Ostereier (pdf/20 kb)


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