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AK-Wassertest: zu viel Nitrat in 17 Prozent der Brunnenwasserproben  

15.04.2008
Die AK-Konsumenteninformation hat 760 Brunnenwasserproben aus 29 Gemeinden im Machland und in der Traun-Enns-Platte auf Nitrat getestet. Obwohl die Nitratproblematik längst bekannt ist und die Region per Verordnung als Sanierungs- bzw. Beobachtungsgebiet eingestuft wurde, und obwohl bereits (freiwillige) landwirtschaftliche Umweltprogramme laufen, wurde bei 131 Proben der Grenzwert überschritten – das sind 17 Prozent!

Trinkwassertest (pdf/13 kb) zum Herunterladen.

516 Wasserproben wurden im Rahmen eines Chemieprojektes von 19 Schülerinnen der HWLA Perg analysiert. Gemeinsam mit dem Laborbus des Landes Oberösterreich erfolgte eine Nachanalyse von 25 Nitratwertüberschreitungen.

Die Auswertung ergab, dass 10 Proben über 100 mg Nitrat pro Liter enthielten und 131 (also 17 Prozent) Proben über dem gesetzlich zulässigen Nitratwert von 50 mg/l lagen.
293 Proben (39 Prozent) wiesen einen Nitratwert von 26 - 50 mg/l auf und 336 (44 Prozent) lagen unter 26 mg/l.

WHO empfiehlt Nitratwert unter 10 mg/l

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt bei der Zubereitung von Kleinstkindernahrung den Nitratwert von 10 mg/l nicht zu überschreiten. Nitrat im Trinkwasser kann im Körper zu Nitrit umgewandelt werden und den Sauerstofftransport im Blut hemmen (Blausucht).

Nitratproblem durch zu große Düngermengen

Während teils sehr schlechte bauliche Zustände von Brunnen für die bakteriologische Situation des Brunnenwassers verantwortlich sind (Umweltkontrollbericht 2001 –Landwirtschaftsministerium), ist das Ausbringen von zu großen Düngermengen die Hauptursache für die flächenhafte Nitratproblematik. Auch punktuelle Nitrateinträge über das Oberflächenwasser in schadhafte Brunnen können zu massiven Beeinträchtigungen führen. Das Abkochen hilft zwar gegen bakteriologische Verunreinigung, nicht allerdings gegen die Nitratwerte. Wer an eine zentrale Wasserversorgung angeschlossen ist, muss übrigens regelmäßig über den Zustand des Wassers informiert werden. Private Hausbrunnenbesitzer wissen leider oft wenig über den (schlechten) Zustand des Wassers bzw. auch des Brunnens.

Höchstwertüberschreitungen im Bezirk Perg:
67 Proben > als 50 mg/l, davon 6 über 100 mg/l (Höchstwert 168 mg/l)



Höchstwertüberschreitungen aus Traun-Enns-Platte:
64 Proben > als 50 mg/l, davon 4 über 100 mg/l (Höchstwert 187 mg/l)

Informationen zu den Analysewerten (pdf/35 kb)


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