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Beschlüsse über Resolutionen und Anträge  

06.05.2008
Beschlüsse über Resolutionen und Anträge
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Der 9. Vollversammlung der XIII. Funktionsperiode der oberösterreichischen Arbeiterkammer lagen 16 Resolutionen und 27 Anträge zur Beratung und Beschlussfassung vor.

13 Resolutionen wurden von den Sozialdemokratischen Gewerkschafter/-innen (FSG), drei Resolutionen und sechs Anträge des Österreichischen Arbeiter- und Angestelltenbundes (ÖAAB), vier Anträge der Freiheitlichen Arbeitnehmern (FA) und 17 Anträge der Alternataiven und Grünen GewerkschafterInnen (AUGE) eingebracht.

Einstimmig angenommen wurden:

  • Zwei-Klassen-Medizin verhindern, solidarische Krankenversicherung finanziell absichern (FSG)
  • Arbeit darf nicht krank machen: Gesetz zur Gesundheitsförderung schaffen (FSG)
  • Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall auch bei einvernehmlicher Auflösung (FSG)
  • Soziale Schieflage bei der Pensionsanpassung und bei der Rezeptgebührendeckelung korrigieren (FSG)
  • Koordiniertes Vorgehen aller Institutionen beim Antrag auf Invaliditätspension: Betroffene nicht im Kreis schicken (FSG)
  • Europäisches Sozialmodell darf nicht durch den Europäischen Gerichtshof ausgehebelt werden (FSG)
  • Entschädigung für Berufspendler/-innen neu gestalten
  • Mehrwert-SMS als Kostenfalle (FSG)
  • Mehr Fairness für Frauen mit Teilzeitbeschäftigung – Arbeitszeitpraktiken, die einer "Arbeit auf Abruf" gleichen, werden strikt abgelehnt (ÖAAB)
  • Amtliches Kilometergeld muss rasch auf 42 Cent erhöht werden (ÖAAB)
  • Verbot von nicht bestellten Mehrwert-SMS (ÖAAB)
  • Berufskrankheit Burnout (ÖAAB)
  • Defizite bei der Pensionsanpassung für das Jahr 2008 müssen rasch repariert werden (ÖAAB)
  • Entlastung der Arbeitnehmer durch Änderung der Pendlerpauschale und Anhebung der OÖ. Fernpendler/innenbeihilfe (FA) und
  • Gratiskindergartenjahr (FA)

Mehrheitlich angenommen wurden:

  • Soziale Gerechtigkeit ansteuern: Lohnsteuer senken, Gewinne und Vermögen besteuern (FSG)
  • Vernünftige Familienpolitik statt Steuerprivilegien (FSG)
  • Armutsbekämpfung und Mindestsicherung vorantreiben (FSG)
  • Bundesmittel für Ausbau der Kinderbetreuung und sprachliche Frühförderung sichern (FSG)
  • Förderung von Agrotreibstoffen einstellen (FSG)
  • Rechtliche Benachteiligung der MigrantInnen fördert Lohndumping – Lösungsansatz A (AUGE) sowie
  • Gegen Beimischungsquoten von Agrartreibstoffen – für Verbrauchsreduktion (AUGE)

Den zuständigen AK-Ausschüssen sowie dem AK-Vorstand zur weiteren Behandlung zugewiesen wurden:

  • Arbeitsplatzabbau trotz Milliardengewinnen – die Politik muss über Steuerungsmechanismen nachdenken (ÖAAB)
  • 500 Euro Mindest-Lehrlingsentschädigung für alle Lehrlinge im ersten Lehrjahr (ÖAAB)
  • Solaranlagenzwang muss zurückgenommen werden (ÖAAB)
  • ORF-Gebühren – die Vollversammlung der Arbeiterkammer Oberösterreich spricht sich für die Rücknahme der Gebührenerhöhung aus (ÖAAB)
  • Keine Nachteile für Kleinverdiener gegenüber den Beziehern der bundesweiten bedarfsorientierten Mindestsicherung (FA)
  • Halbierung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, Medikamente und Energie (FA)
  • Keine weiteren öffentlichen Gelder für
    E-Card-Aufrüstung (AUGE)
  • Evaluierungsbericht zu AMS-Maßnahmen behandeln (AUGE)
  • Arbeitsmarkthygiene statt Übergangsfristen (AUGE)
  • Rechtliche Benachteiligung der MigrantInnen fördert Lohndumping – Lösungsansatz B (AUGE)
  • Umsetzung der AK OÖ-Position – Recht auf rauchfreien Arbeitsplatz in der Gastronomie (AUGE)
  • AK Oberösterreich als Vorbild bei der Umsetzung des OÖ. Integrationsleitbildes (AUGE)
  • Verantwortung für Reparatur rechtswidriger KV-Bestimmungen übernehmen (AUGE)
  • Solidarität gegen Steuerflucht – Änderung des Bankgeheimnisses (AUGE)
  • Gegen Gefahr von Antibiotika im Honig (AUGE)
  • Besserer Zugang für RadfahrerInnen zum Linzer Bahnhof (AUGE)
  • AK-Rechtshilfe in Fremdenrechtsangelegenheiten (AUGE)
  • Ausbau der Bahntrasse Rohr / Bad Hall als Radweg in öffentlichem Eigentum (AUGE) sowie
  • Gratis-Toiletten auf allen Bahnhöfen (AUGE)

Mehrheitlich abgelehnt wurden:

  • Abhaltung einer AK-Schweigeminute aus Enttäuschung und Beschämung über das Schweigen der Arbeiterkammer Oberösterreich im Fall Zogaj und anderen vergleichbaren Fällen (AUGE) sowie
  • Verdacht der Untätigkeit (AUGE)


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