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Beschäftigungsprognose für Oberösterreich bis 2012: Berufschancen nur mit guter Ausbildung
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| 09.05.2008 |
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AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer präsentierte heute die Ergebnisse einer Studie über die Beschäftigungs-Entwicklung bis zum Jahr 2012. Fazit: Mit 1,1 Prozent pro Jahr wird das Beschäftigungswachstum in Oberösterreich über dem Bundesdurchschnitt von 0,9 Prozent liegen. Mehr als die Hälfte der neuen Jobs werden aber Matura oder eine noch höhere Ausbildung erfordern. "Der Aus- und Weiterbildung der Arbeitnehmer muss daher höchste Priorität eingeräumt werden", so der AK-Präsident.
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| Vor sechs Jahren hat die AK OÖ das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) beauftragt, eine Beschäftigungsprognose für Oberösterreich bis zum Jahr 2008 zu erstellen. Nun wurde diese Studie – im Rahmen eines Auftrages des AMS für Gesamtösterreich – für den Prognosezeitraum bis ins Jahr 2012 aktualisiert. |
37.500 mehr Arbeitsplätze im Jahr 2012
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| Im Jahr 2012 werden demnach 591.800 Arbeitnehmer/-innen unselbständig beschäftigt sein, ein Zuwachs von 37.500 Arbeitsplätzen. Treibende Kraft ist der Dienstleistungssektor mit 42.100 zusätzlichen Beschäftigten. Im Produktionssektor wird es hingegen um 2900 Jobs weniger geben. |
| 60 Prozent der zusätzlichen Arbeitsplätze werden Frauen bekommen. Damit erhöht sich ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung von 42 auf 43 Prozent, liegt aber immer noch um mehr als zwei Prozentpunkte unter dem Österreichwert. Auch konzentrieren sich die neuen Jobs auf typische Frauenberufe und auf Teilzeitarbeit. Die bekannten Auswirkungen, wie geringere Entlohnung und wenig Aufstiegschancen, werden bestehen bleiben. |
| Mehr als die Hälfte des Beschäftigungsanstiegs wird auf Arbeitsplätze mit Maturaniveau und höher entfallen. Den geringsten Zuwachs wird es mit jährlich 0,5 Prozent bei der Nachfrage nach Arbeitskräften mit maximal Pflichtschulabschluss geben. |
Aus- und Weiterbildung verbessern
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| Die Studienergebnisse bestätigen die AK-Positionen in der Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik. „Aufgrund der verstärkten Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften ist die Verbesserung der Pflichtschulbildung vorrangig“, sagt der AK-Präsident. Und um den Bedarf an Hochqualifizierten decken zu können, müssen die Ausbildungsinfrastruktur rasch ausgebaut und die Durchlässigkeit des Bildungssystems in auf die Matura (Berufsreifeprüfung) aufbauende Ausbildungen erhöht werden. |
| Weiterbildung oder Umschulungen in neue Berufe sind verstärkt zu fördern. Ein erster wichtiger Schritt ist mit der Reform der Bildungskarenz gemacht. Ein weiterer wäre die zwischen den Sozialpartnern vereinbarte bessere Existenzsicherung von Arbeitslosen bei längeren Ausbildungen („Qualifizierungsbonus“). Besonderes wichtig ist die Höherqualifizierung von Arbeitnehmern/-innen ohne abgeschlossene Ausbildung. Die Anerkennung von informell erworbenen Kenntnissen muss erleichtert werden. |
| Und schließlich muss die traditionelle Einteilung in Frauen- und Männerberufe aufgeweicht werden, z.B. durch verstärkte Berufsorientierung und spezifische Ausbildungsangebote für Frauen (wie etwa die FEM-Implacement-Stiftung). Öffentliche Aufträge und Wirtschaftsförderungen sollen an aktive Frauenförderung in den Betrieben gebunden werden. |
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