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AK-Test: Kinder-T-Shirts  

16.06.2008
AK testet Kinder-T-Shirts auf Chemikalien-Rückstände - Ein Viertel erfüllt Anforderungen nicht
Farbenfrohe T-Shirts haben derzeit Hochsaison, nicht nur bei kleinen Fußballfans. Eltern, die auf Qualität setzen, greifen gern zu Markenkleidung. Gute Textilqualität wird aber in der Regel mit chemischer Ausrüstung erreicht, und da bleiben oft Rückstände in den Kleidungsstücken. Die Arbeiterkammer hat zwölf T-Shirts aus reiner Baumwolle gekauft und testen lassen. Ergebnis: Drei erfüllten die Anforderungen nicht.

Wie gut verträglich sind Sommer-T-Shirts für die Kinderhaut? Um diese Frage zu beantworten, hat die AK-Konsumenteninfor-mation zwölf Baumwoll-Shirts in sieben Linzer Modegeschäften eingekauft und vom Institut für Ökologie, Technik und Innovation untersuchen lassen, und zwar im Rahmen des Öko-Tex Standard 100 gemäß der Produktklasse I.

Die Ergebnisse (pdf/16 kb)können Sie herunterladen.

Untersucht wurde der Gehalt an zinnorganischen Verbindungen, die durch menschlichen Schweiß aus dem Textil herausgelöst und von der Haut aufgenommen werden. Erfreulicherweise wurden in keinem der geprüften Muster diese Verbindungen gefunden.

Azo-Farbstoffe der MAK-Gruppe III A1 und III A2, die verboten sind und als krebserregend eingestuft werden, konnten ebenfalls in keinem T-Shirt nachgewiesen werden.

Entwarnung gab es auch für das Vorhandensein von chlorierten Phenolen, die als Konservierungsmittel für das Rohmaterial, als Ausrüstungsprodukt oder Textilhilfsmittel verwendet werden und gleichermaßen als kanzerogen gelten. Chlorierte Phenole lagen in allen T-Shirts unter der Nachweisgrenze.

In der Textilindustrie wird Formaldehyd häufig eingesetzt, zum Beispiel zur Herstellung knitterarmer Stoffe oder als Stabilisator von Druckpasten. Bei der Prüfung des Gehalts an freiem und teilweise abspaltbarem Formaldehyd wurde im T-Shirt von H&M der Marke Disney-Pixar Formaldehyd über dem Grenzwert nach Öko-Tex Standard 100 Produktklasse I gefunden. Bereits Konzentrationen von unter 0,1 ppm freiem Formaldehyd können brennende Augen und Kratzen im Rachen auslösen. Höhere Konzentrationen können Asthmaanfälle, Hautausschläge und chronische Erkältungskrankheiten verursachen. In den elf übrigen Mustern wurde kein Formaldehyd nachgewiesen.

Phtalate werden als Weichmacher in Kunststoffen wie PVC verwendet, einige davon sind gesundheitlich problematisch, da sie im Verdacht stehen, wie Hormone zu wirken und beispielsweise Unfruchtbarkeit und Übergewicht hervorzurufen. T-Shirts mit Plastisol-Drucken wurden auf diesen Stoff untersucht. Bei zwei von acht bedruckten T-Shirts (Ykids Pretty Girl von Schöps und ein Mädchen-T-Shirt von Benetton) wurden verbotene Phtalate um mehr als das Zehnfache über dem Grenzwert nachgewiesen.

Worauf Eltern achten sollten:

  • Kinder mit Hautproblemen und Babys sollten direkt auf der Haut nur ungefärbte Naturtextilien tragen.
  • Auf Plastisoldrucke verzichten, da sie Weichmacher enthalten können.
  • Vor dem ersten Tragen so warm wie möglich waschen, um Chemikalienrückstände zu reduzieren.
  • Auf die Kennzeichnung bei Textilien aus Naturfasern achten. "Knitterfrei", "bügelfrei", "pflegeleicht" weisen auf Ausrüstung durch Kunstharze hin, die Schadstoffe wie Formaldehyd abgeben können.


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