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AK-Präsident Kalliauer: Pendlerinnen und Pendler nicht billig abspeisen – Info-Offensive gestartet  

25.06.2008
Die gestiegenen Treibstoffpreise haben für Österreichs Pendlerinnen und Pendler alleine im letzten Jahr Mehrkosten von etwa 500 Millionen Euro gebracht. In einer großen Informations-Offensive weist die Arbeiterkammer Oberösterreich jetzt auf bestehende Unterstützungsmöglichkeiten hin.

Die von der Regierung beschlossene Entlastung sei viel zu gering ausgefallen, kritisiert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: „Die Betroffenen werden billig abgespeist, denn die Erhöhung des Pendlerpauschales deckt nur einen Bruchteil der Mehrkosten ab. Und die Erhöhung des amtlichen Kilometergeldes hat nichts mit den Kosten fürs Pendeln zu tun. Hier geht es um die Abgeltung von Dienstreisen.“

Info zu Pendlerpauschale und Fernpendlerbeihilfe

In einer Informations-Kampagne weist die AK Oberösterreich derzeit ihre Mitglieder auf jene Unterstützungen hin, die ihnen nach den derzeitigen Bestimmungen unter bestimmten Voraussetzungen zustehen. „Die Möglichkeiten sind zwar im Vergleich zum tatsächlichen finanziellen Aufwand bescheiden, aber wer kann, sollte sie nutzen“, so Kalliauer. Deshalb bekommen dieser Tage mehr als 400.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen AK-Brief mit Informationen zu Pendlerpauschale und Fernpendlerbeihilfe.
Wissenswertes zum Thema sowie links zu den entsprechenden Antragsformularen finden Sie hier.

Direktzahlung statt Pendlerpauschale

Um die Pendler/-innen aber wirklich spürbar zu entlasten, muss das Pendlerpauschale in eine vom Einkommen unabhängige Direktzahlung umgewandelt werden, die sich nach der Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsplatz richtet, fordert die AK. Das Pendlerpauschale ist ja ein Steuerfreibetrag und bringt daher Menschen mit geringem Einkommen gar nichts: Wer keine Lohnsteuer bezahlt, hat dadurch keine Ersparnis.

Die AK hat sich mit dieser Forderung auch an den Finanzminister gewandt. Doch der verweist auf die 15-prozentige Erhöhung des Pendlerpauschales und auf die Erhöhung des Kilometergeldes. Damit würde den von den hohen Treibstoffpreisen am meisten Betroffenen rasch und unbürokratisch geholfen, verlautet aus dem Finanzministerium – offenbar wider besseres Wissen.

Bei niedrigem Einkommen bringt Erhöhung nichts

Denn zum einen deckt die Erhöhung des Pendlerpauschales nicht einmal zehn Prozent der tatsächlichen Mehrkosten ab, zudem ist sie nur bis Ende 2009 befristet. Und zum anderen bringt sie den Beziehern/-innen niedriger Einkommen gar nichts: Eine 15-prozentige Erhöhung von null ergibt immer noch – null.

 Download 
Informationsfolder für Pendler (pdf/766 kb)
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