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ISW-Veranstaltung im BFI Linz: Verteilungsgerechtigkeit im Schatten der Globalisierung
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| 27.06.2008 |
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Heute diskutieren bei einer Veranstaltung in Linz AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer, der Chefökonom des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Dr. Dierk Hirschel, und eine Reihe anderer internationaler Experten/-innen aus Wissenschaft und Politik Wege zu einer gerechten Verteilung des Wohlstandes und zu einer fairen Gestaltung der Globalisierung.
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| Die Wirtschaft ist zwar insgesamt gewachsen, aber davon profitieren nicht alle. Noch immer verdient die Hälfte der Welterwerbs-Bevölkerung weniger als zwei Dollar pro Tag. In den EU27-Staaten hatten im Jahr 2000 laut EU-Sozialbericht 2007 die reichsten 20 Prozent der Bevölkerung im Schnitt ein 4,5 mal höheres Einkommen als die ärmsten 20 Prozent. Dieses Verhältnis ist im Jahr 2006 auf das 4,8-fache gestiegen. |
| Um zu mehr Verteilungsgerechtigkeit zu kommen, muss die Globalisierung fair gestaltet werden, z.B. mit Standards auf hohem Niveau im Arbeits-, Sozial- und Umweltbereich sowie bei Löhnen und Steuern, durch den Schutz öffentlicher Dienstleistungen sowie durch mehr Transparenz und Regulierung der Finanzmärkte. |
Ungleichverteilung der Einkommen nimmt seit 1995 zu
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| Aber auch in Österreich gibt es noch viel für eine faire Verteilung des Wohlstandes zu tun. So zählt Österreich bei den Einnahmen aus den Gewinn- und Vermögenssteuern im Vergleich zu anderen Industrieländern zu den Schlusslichtern. Die Lohnquote ist 2007 auf dem Rekordtief von knapp 64 Prozent angelangt, während sich Gewinne und Vermögenseinkommen im Höhenflug befinden. Die Ungleichverteilung der Einkommen nimmt seit 1995 zu: 2006 waren eine Million Menschen armutsgefährdet. |
| Damit Österreich nicht selbst zum Steuerdumping beiträgt, gilt es, eine Vermögenssteuer auf große Privatvermögen einzuführen und somit die Einnahmen aus Steuern von Vermögen in Richtung EU-Durchschnitt anzuheben. Die Entlastung der Löhne und Gehälter, ein Einstieg in die Wertschöpfungsabgabe und die Abschaffung der Steuerprivilegien der eigennützigen Privatstiftungen wären weitere wichtige Schritte. |
Entlastung der Arbeitnehmer mit kleinem und mittlerem Einkommen
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| AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: "Ein besonderes Anliegen ist uns die Entlastung der Arbeitnehmer/-innen mit kleinem und mittlerem Einkommen. Gerade diese Gruppe hatte insbesondere von 2000 bis 2007 mit einer steigenden Lohnsteuerbelastung zu kämpfen." |
| Schließlich sollte auch für Österreich gelten: Weg mit dem Preistreiber Agrotreibstoff. Er verteuert Lebensmittel und bringt praktisch nichts fürs Klima. EU-weit wächst die Zahl der Kritiker/-innen täglich. |
| Insgesamt muss die österreichische Bundesregierung ihre Gestaltungsspielräume sowohl im Inland als auch auf EU-Ebene und in internationalen Organisationen nutzen, um einen Beitrag zu mehr Verteilungsgerechtigkeit in einer globalisierten Welt zu leisten. |
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