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Weiterbildung macht sich bezahlt: AK erreicht mehr Geld für Arbeitslose in Schulungen  

03.07.2008
Seit 1. Juli 2008 bekommen arbeitslose Menschen, die an längeren Ausbildungen teilnehmen, vom Arbeitsmarktservice (AMS) einen so genannten Qualifizierungsbonus von bis zu 200 Euro monatlich zusätzlich zur Arbeitslosenunterstützung. Diese bundesweite Neuregelung wurde nicht zuletzt auf Initiative der AK Oberösterreich durchgesetzt. "Ein wichtiger Anreiz und eine echte Hilfestellung für die Betroffenen", so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Arbeitslose Menschen schildern immer wieder das gleiche Problem: Längere Ausbildungen während der Arbeitslosigkeit sind kaum leistbar, weil Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe oft nicht ausreichen. Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat deshalb massiv darauf gedrängt, einen sogenannten Qualifizierungsbonus einzuführen. Diese Initiative wurde im Landesdirektorium des AMS Oberösterreich aufgegriffen und nun bundesweit durchgesetzt.

So wird Weiterbildung leistbar

Für Schulungen mit Eintritt ab 1. Juli, die länger als drei Monate dauern und mindestens 25 Wochenstunden umfassen, gibt es zusätzlich 3,30 Euro täglich (100 Euro monatlich). Für Ausbildungen, die länger als sechs Monate dauern und ebenfalls mindestens 25 Wochenstunden umfassen, gewährt das AMS zusätzlich 6,60 Euro täglich (200 Euro monatlich). Die jeweilige Ausbildung muss mit einem Befähigungsnachweis, einem Berufsabschluss, einem schulgesetzlichen Abschluss, einer Normprüfung oder mit einer kommissionellen Prüfung abgeschlossen werden. Für Jugendmaßnahmen gelten andere Regelungen.

Der Qualifizierungsbonus wird das AMS Oberösterreich jährlich geschätzte zwei Millionen Euro kosten. Eine Summe, die für AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer bestens investiert ist: "Mehr Menschen werden Ausbildungen machen, die wesentlich umfassender und damit auch nachhaltiger sind. Das erhöht die Chancen am Arbeitsmarkt, wie auch eine aktuelle Wifo-Studie zeigt. Wenn wir immer vom lebenslangen Lernen reden, müssen wir es den Menschen auch ermöglichen. Mit dem Qualifizierungsbonus ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung getan", so Kalliauer.


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